Der Tau des Meeres

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Der Name meines geliebten Rosmarin kommt aus dem Lateinischen.Ros für Tau,Marinus für Meer.Und seine natürliche Verbreitung liegt ja auch im Mittelmeerraum.Dort wurde er in frühen Zeiten der Göttin der Liebe Aphrodite geweiht und steht seitdem für die Liebe. In unseren Breiten ist seine Haltung in Töpfen seit dem Mittelalter üblich,denn Temperaturen unter 5 Minusgrad verträgt er nicht.Spätestens seit Ophelia Hamlet einen Rosmarinkranz aufs Haupt setzte ist er als Brautschmuck in den Kränzen der Mädchen nicht mehr fortzudenken und steht für die Treue.Den diesjährigen milden Winter konnte mein Rosmarin fast ausschließlich im Freien verbringen,was er mir mit hunderten von veilchengleichen,zartlila Blüten dankte.Als Einziger aus meinem grünen Reich besitzt er hier dafür eine eigene Seite.Er hat mir einfach Freude bereitet. Nun sind die zarten Blüten zu Samen geworden.

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In ihnen speichert sich der gesamte Duft der wohlriechenden Pflanze.Schließlich war Rosmarin Bestandteil des ersten Parfums aus ätherischen Ölen und Alkohlol.Elisabeth von Ungarn(1305-1380) war die Schöne die sich mit seinem Duft, ihrem“Ungarischem Wasser“ umgab.Wenn mich die Sehsucht nach seinem kräftigen,erfrischendem und würzigen Geruch treibt,hülle ich mich in „ô de Lancome “ ,des ersten Parfums welches ich überhaupt benutzte,und fühle mich frisch und dem heimischen Paradies auch aus der Ferne nah.
Nun habe ich seine Samen eingesammelt.

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Schon ein Wunder ist es immer wieder wie aus so kleinen Körnchen

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die herrlichsten Pflanzen erwachsen.Bis dahin fülle ich sie jedoch in Teebeutel,die sonst nur meinem Darjeeling vorbehalten sind,

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und lege sie zum Trocknen in meinen Wäscheschrank,der den Duft genüsslich in sich aufsaugt.
Natürlich findet der Rosmarin Verwendung als Gewürz in der Küche, und was wäre ein Lammbraten wohl ohne ihn.Als Tee zubereitet regt er den Kreislauf an und vertreibt Blähungen.Ich möchte ihn auch nicht als Badezusatz missen.Er bring mich wieder in Schwung.Wenn ich in seiner Essenz bade, vertreibt er mir die Gliederschmerzen und muntert mich nach einem langen Tag auf.
Der immergrüne Strauch ist ein lieber Begleiter geworden den ich gern von meinem Lieblingsplatz aus bewundere

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und dessen Duft mir Freude bereitet.

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22 Gedanken zu „Der Tau des Meeres

  1. magguieme

    Meine Rosmarinsträucher haben den Winter leider noch nie überstanden – in keiner bisher versuchten Variante… Blühen sah ich auch noch keinen, mir scheint, nicht nur der Gärtnergatte ist in ihrem Haushalt mit einem grünen Daumen gesegnet.
    Bei uns wird Rosamarin von den Hirten zum Schmücken der Häupter von Mensch und Rind verwendet, wenn am Ende des Sommers nach Hause gezogen wird. Interessant, wie es dazu kam. Vom Tau des Meeres zum Feierkranz nach glücklichem Alpsommer.

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      So ist er überall ein geliebter Wegbegleiter.Wie schön.Ich stelle meinen Rosmarientopf im Winter nur bei Temperaturen unter 3 Minusgrad in den schützenden Keller,aus dem ich ihn sofort bei Temperaturanstieg erlöse.Als Kind des Südens sehnt er sich nach Licht.Versuchen Sie es,die Schlepperei lohnt sich.Auch ist dieser Strauch mindestens 5 Jahre alt,was für die Blüte sicher Ausschlag gebend ist.Sie ist so wunderschön wie der Duft des Strauches es verspricht.Ich danke für Ihre freundlichen Worte.

      Antwort
  2. Marion

    Ein toller Beitrag. Ich sehe schon, für Erfahrungen mit Pflanzen ist bei mir noch viel Luft nach oben.

    Über die Teebeutelchen musste ich schmunzeln, was für eine schöne Idee.
    Ich liebe Tee und hab sie daher auch in Verwendung. Wenn Kaffeetrinker bei mir zu Besuch kommen, mahle ich die Bohnen frisch und tu sie in solche Teebeutel. So mancher Kaffeetrinker schaut erst mal seltsam, aber eine gute Kaffeemaschine mag ich mir nicht leisten, so wenig wie ich selbst davon trinke.

    Hab ich das richtig verstanden, dass du ungarische Wurzeln hast?

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Ich bin auch Teetrinker.Aber dein Kaffee ist bestimmt köstlich.So frisch gemahlen…Nein Elisabeth von Ungarn benutzte als Erste ein Parfum in der Mischung von ätherischen Öl und Alkohol.Natürlich war ein Mönch darauf gekommen.Ich bin nach wie vor Sächsin.Die Schaukelinhaberin hat jedoch über ihren Vater ungarische Wurzeln.Celebrate the World!

      Antwort
      1. Marion

        Dann hab ich „… und fühle mich frisch und dem heimischen Paradies auch aus der Ferne nah. wohl einfach nicht verstanden.
        Das Wort „die Schaukelinhaberin“? 😆

      2. arabella50 Autor

        Wer die Schaukelinhaberin ist erfährst du in Erdbeer- Käse- Kuchen oder… .Schau doch mal nach und sei ganz lieb gegrüsst. 😉

      3. arabella50 Autor

        Ach ja, und mit dem heimischen Paradies ist natürlich mein Garten gemeint.Nicht immer kann ich in ihm verweilen und in manchen fernen Stunden tröstet die Magie eines Duftes mich darüber hinweg.

  3. Herr Ärmel

    Auch hier auf dem Schwarzen Berg steht ein aufstrebender Rosmarin. In der Macchia hier in der Nähe würdest du dich sicherlich wohlfühlen – überall steht wilder Rosmarin.
    Vielen Dank für den stimmungsvollen Bericht und schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Das glaube ich wohl. Und fast kann ich es riechen. Wie schön es dort wohl sein mag.Sind sie denn wirklich silberklar die Nächte? Herzlichst bedanke ich mich für den ehrenvollen Besuch und die freundlichen Worte.

      Antwort
      1. Herr Ärmel

        Es kann sehr schön sein. (Klicken Sie doch bitteschön in meinem Blog auf Montenegro, das sind ganze Bilderserien zu sehen – falls Sie das mögen, vorausgesetzt)
        Allein, in diesem Jahr fiel schon der Regenwinter aus. Und jetzt, wo normalerweise alle Menschen leicht sommerbekleidet ein&ausgehen regnet es tageweise in Strömen…
        Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

      2. arabella50 Autor

        Nun ,ich bin eine Freundin von gelegentlichen Regentagen und weiß Sie ja gut behütet.Sehr gern nehme ich Ihre liebenswürdige Einladung an und schaue mich um .Davon ausgehend, werter Herr ,es ist dort so schön wie Ihr Stil sicher ist. Freundlich winke ich Ihnen auf den Schwarzen Berg hinauf und danke feinsthöflich für die guten Worte und den ausführlichen Spaziergang im grünen Reich.Habe die Ehre. Arabella

      3. Herr Ärmel

        Gelegentliche Regentage mag ich gelegentlich auch ganz gerne. Hier jedoch öffnen sich dabei alle Schleusen, wirklich alle. So kannte ich das bisher nur aus dem südamerikanischen Regenwald.
        Das Kompliment hinsichtlich der Stilsicherheit lasse ich so stehen und dankefeinst, ich bin jedoch lediglich ein Übender, der noch einen weiten Weg vor sich sieht.
        Die Einladung haben Sie inzwischen blogverfolgend angenommen, auch dafür danke ich Ihnen und heisse Sie aufs herzlichste willkommen. Für eventuell aufkeimende Fragen stehe ich Ihnen selbstredend jederzeit zur Verfügung.
        Einen mitternächtlichschönen Gruss sende ich hinterher – Herr Ärmel

      4. arabella50 Autor

        Schön gesagt.Ich danke sehr.Und sollten Sie mich weiter mit Ihren Besuchen beehren,übe ich gerne fleissig mit.Bei mir ist es einfach,Sie können sich nicht vorstellen,welchen Gewinn ich aus der Einfachheit und der ihr folgenden inneren Ruhe, gezogen habe.Herzlichst und habe die Ehre.Arabella

      5. Herr Ärmel

        Obgleich es anstössig erscheinen mag, einer unbekannten Dame auf Entfernung zu widersprechen, seien Sie gewiss, dass ich es mir sogar gut vorstellen kann.
        Sonnigschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

      6. arabella50 Autor

        Schon ahnte ich,Sie würden so antworten.Eine kleine Flüchtigkeit der Morgeneile geschuldet und schon sah es aus,als würde ich Ihre Erfahrung in Frage stellen.Ich werde gewissenhafter sein.Sind Sie doch kein Suchender,wohl eher ein Vollendender.Habe die Ehre.Arabella

      7. Herr Ärmel

        Nein, nein seien Sie unbesorgt ob Ihrer vermuteten Infragestellung – soweit denke ich morgens noch nicht… allein ich bemühe mich auf meine Sprache zu achten und tue dies ebenso bei anderen Menschen, denn mit Antoine de Saint Exupery zu reden, „die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse.“
        Abendschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

      8. arabella50 Autor

        Hm,kürzlich las ich diesen Satz bei Agatha Christie in „Lauter reizende alte Damen“.Herr Ärmel,meinTag war bis jetzt wonnevoll.Gefülllt bis zum Rand möchte ich ihn gern in ruhigere Gewässer gleiten lassen.Gestatten Sie mir mich zurückzuziehen.Frau Knobloch verheisst Neues,Sie ebenso.Bevor ich mich dem widme,benötige ich ein Bad und auch die Pflanzen wollen angesungen werden.Ich wünsche,Sie selbst planen noch Schönes.Habe die Ehre.Arabella

      9. Herr Ärmel

        Ihr Wunsch hat sich erfüllt. Die Forellen unten am See waren köstlich.
        Ihnen schon jetzt einen schönenneuen Tag.
        Späteabendgrüsse vom Schwarzen Berg

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