Wat den Eenem sin Uhl‘,ist dem Annern sin Nachtigall

So sagte Fritz Reuter schon vor 200 Jahren.
Er hat Recht.
Fängt der Gärtnergatte erst bei Temperaturen über 25 Grad an zur Hochform aufzulaufen,beginne ich bei eben dieser Gradzahl darüber nachzudenken,wo der nächste schattige Platz zu finden sein wird.
Unvergesslich für mich ein heißer Sommer mit tagelanger Hitze und Werten von 35 Grad im Schatten.
Während ich,nach Abkühlung sehnend,aus der Dusche nicht mehr heraus kam,stand der Gärtnergatte fröhlich pfeiffend in der prallen Sonne und versah das Garagentor mit einem neuen Anstrich.Wat den Eenem…,aber das sagte ich schon.
Da der Sommer nun in’s Land zieht,suche ich mir höchstvorsorglich schon einige mir Schatten und Behagen spendende Wohlfühlorte.
Gut sitze ich unter der Birke.

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Durch ihr Blätterdach tanzen Sonnenlichter über mich und es säuselt mir sacht in’s Ohr „Komm her zu mir Geselle, hier findest du deine Ruh.“ Nun ist in dem Lied zwar eine Linde besungen,doch auch unter der Birke befinde ich mich im Blattkühlem.
Ein Ort der mir angenehm ist liegt unter’m Rhododendron.Sein Blütenmeer ist vergangen ,dafür schlängeln sich Kratzbeeren um seine Wurzeln.

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Am Fuß der großen Tanne rankt der immergrüne Efeu und langsam beruhigt sich das hitzewallende Blut.

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Ein Blick auf den grünsten aller Farne

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hilft mir endgültig ,mich von der Julihitze zu lösen und ich schlendere zum Apfelbaum weiter.
Schon reifen die Äpfel.

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Dahinter kündigt sich mit erstem,verschlungenem Gebüsch der Wald an.

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Rot bebeerte Sträucher laden die Vögel zum Verweilen ein. Ihr  Gesang jubiliert ob der Überfülle des Sommers und verschönt die schattige Waldfrische inmitten mittäglicher Sonnenhitze.
Völlig entspannt kann ich mir den Gärtnergatten zu plaudernder Geselligkeit unter den Sonnenschirm bitten,er kann sich seinen Stuhl ja in den gleißenden Sonnenschein rücken.

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Gemeinsam – jeder auf seine Weise geniessend – erfreuen wir uns am Sommer im paradiesischem Garten.

8 Gedanken zu „Wat den Eenem sin Uhl‘,ist dem Annern sin Nachtigall

  1. kaetheknobloch

    Liebe Frau Arabella, da hat Ihr Sonnenlockeintrag ja bestens funktioniert. Passend zum Wochenendfeste zwitscht der Najaweißauchvielleichtsommer zu Heißknallprächtighochsommer. Gestrig spruch ich erstmalig dieses Jahr den Draußenschlafwunsch aus, wovon der Liebstlieblingsgeselle dann doch abrut. Bald, bald…
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein bonfortionöses Wochenende, wenn ich auf dem Festgelände von der Hängebirke blattstreifig bekuschelt werde, denke ich an Sie. Herzlichst, Ihre Frau Knobloch.

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Solch Famosgutwünsche erfreuen das Herz.Mögen alle Birken dem Fest entgegenharzen.Und vielleicht ist eine weiße Sommernacht für Sie und die Ihrigen dabei die vorzeitigen Plejardensternenwunschregen über dem Draußenschaukelnest verschenkt.Ein Sterntaler sind Sie schon.Ihre Arabella

      Antwort
  2. Karin

    Da würde ich mich mit Deinem geliebten Gärtnergatten um die sonnigsten Plätzchen raufen, denn ich taue auch bei 25° erst auf, vorher bin ich schockgefrostet.
    Was ein Glück, daß Fleece erfunden wurde.
    Es macht Freude, in diesem Gartenreich herum zu spazieren, ich fange ja erst an…
    Mit lieben Wünschen auch zur weiteren Genesung des wärmebedürftigen Angetrauten
    Karin

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Dankeschön für deine so lieben Worte.
      Neulich waren wir gemeinsam recht echt früh einkaufen.Er in Softshell Jacke, ich im Spaghetti Top.Das sagt alles,oder?;-)

      Antwort

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