Im Reich des Stülpner Karl’s

Jeder in meiner Heimat kennt die Geschichte von Karl Stülpner (1762 – 1841),wird er hier doch sogar als “ Robin Hood „des Erzgebirges bezeichnet.
Seine Lebensgeschichte wurde in Büchern aufgeschrieben, verfilmt und an manchen, in der Nähe gelegenem Haus erinnert eine Gedenktafel an den Wildschützen  und Schmuggler.
Die Zeit in der er lebte,war geprägt vom historischem Umbruch.
Dazu trugen die französische Revolution aber auch die beginnende Industriealisierung bei.
Am Besten findet man seine Spuren jedoch in den Tälern,Wäldern und Flussauen meines heimatlichen Umfeldes.
Das Erzgebirge ist eine waldreiche Gegend ,damals wie heute,in der sich Hasen,Rehe und Wildschweine zu Hause fühlen.

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Jagdhochstände wie hier an der Hausdorfer Höhe finden sich allerorten.Über ährengoldene Felder blickt man von ihnen.
Die Hochwildjagd war dem Adel vorbehalten und der war mit der Wilderei des Helden der Armen nicht einverstanden.Verteilte der Stülpner seine Beute doch an ebendiese und wurde von ihnen zum Dank dafür versteckt und gedeckt.
Ein Jagdgebiet war auch der Höllgrund,

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ein idyllisch gelegener Ort im Flöhatal.

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Die Flöha ist ein Fluss,der in die Zschopau mündet.

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Ihr Name stammt aus dem Sorbischen und steht für Rauschende,Tosende.
Das sie das sein kann,hat die Zschopau bei den letzten Hochwassern deutlich gezeigt.Sie hat eine Länge von 130 km und entspringt im Erzgebirge um dann in die Freiberger Mulde zu fließen ,die wiederum in der Elbe und dann in der Nordsee endet.

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Auch das Zschopautal gehört zu den Wildereigebieten Stülpners – der aus Scharfenstein stammt – und hat in seiner Schönheit im Laufe der Jahrhunderte nichts verloren.
Da saftige Grün der Wiesen spiegelt sich mit dem Dunkel der Tannen im träge fließenden Fluss.

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Wildern ist heute genauso wenig erlaubt wie damals,aber ein Spaziergang durch die grüne Flusslandschaft und die angrenzenden Wälder öffnet Herz und Sinn.

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Die Heimat Karl Stülpners ist auch die meine und ein Gefühl der Verbundenheit mit ihr entsteht bei ihrem Anblick.

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16 Gedanken zu „Im Reich des Stülpner Karl’s

  1. Herr Ärmel

    herzfeinen Dank für den interessanten Bericht und die „Augenwilderei“ (die ist ja nicht verboten)
    Wochenendlichsonnigschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Augenwilderei ist ein wunderbares Wort und auch sehr erwünscht sogar.Wie das Wetter heute bei uns ist,können Sie den so eben gemachten Fotos entnehmen.
      Nebelschwadende, trotzdem hoffentlich sichtbare Grüße. Habe die Ehre,Ihre Arabella.

      Antwort
  2. westendstorie

    Total schön liebe Bella. Wunderschön sogar. Ich denke meine Reiseplanungsagenda für die kommende Jahre wird schon wieder um eine erhöht 🙂
    Ach, und lese doch bitte mal den ersten Abschnitt von der Geschichte: Irgendwo im betoniertem Niemandsland.
    Das passt ja sowas von gut dazu^^
    Liebste Grüße aus dem wolkenverhangenem Norden, Mia

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Dankeschön,das Erzgebirge ist eine Reise wert.
      Kultur findest du in Dresden,Spaß in Leipzig.
      Ich lese dann gleich nach.
      Liebe nebelverhangene Grüße, Deine Arabella

      Antwort
      1. westendstorie

        Guten Morgen liebe Bella, ich glaube unter Ungeschminktes. Aber nur der erste Absatz quasi 🙂
        Einen wunderschönsttag für dich, weg von Nebelschaden und her mit der Sonne. Herzlichst Mia

  3. Silberdistel

    Danke für diesen interessanten Beitrag, Der Stülpner Karl ist mir schon ein Begriff, nur war mir bisher nicht so gegenwärtig, dass er in Deiner Gegend gelebt und gewildert hat. Deine Bilder illustrieren Deinen Eintrag sehr schön. Es hat mir Spaß gemacht, Deinen Spuren und denen des Stülpner Karl zu folgen.
    Liebe Grüße zum Abend schickt die Silberdistel in den Süden

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Danke sehr, ich freue mich sehr,dass du hier warst.
      Nur eine kurze Zeit seiner 2.Ehe verbrachte er in Böhmen und auch nicht als Wllderer.Er hatte auch als Fabrikant etwas Geld gemacht.In Böhmen ist er aber nicht glücklich geworden und verließ die mit dem 2.Kind schwangere Ehefrau, um zurück in’s Erzgebirge – nach Hause – zu gehen.

      Antwort
  4. Johne51

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