Nach Süden, nach Süden…

…wollte ich fliegen,  das war mein allerschönster Traum.
Hinter dem Hügel wuchsen mir Flügel,
um vor dem Winter abzuhauen.

Lift

Das würden sich manche Pflanzen in meinem nah am Erzgebirge und auch noch im kühlen Grunde gelegenen Garten ebenso wünschen.
Zum Glück gibt es eine Südwand des Hauses, die auch noch wärmespeichernd ist.

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Dort sonnen sich Pflanzen, die ohne ausreichende Wärme nicht leben können.
Zuerst sind da die beiden Weinstöcke, die sich schon seit 10 Jahren im Garten befinden. Selbst einen Umzug haben sie überstanden, die Wand an der sie nun klettern, entstand erst nach ihrem Kauf durch einen Anbau.
Sie haben sich wieder gut eingelebt und tragen nach schwarzen Johannisbeeren schmeckende Trauben.

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Wir machen daraus keinen Wein, sondern vernaschen sie.
Sachsen,vielen vielleicht nicht bekannt, hat mit Meißen( Porzellan) ein kleines, aber feines Weinanbaugebiet. Stellvertretend möchte ich hier einen Wein nennen.Natürlich einen Rotwein( an sich ist aber der Goldriesling, ein weißer Wein, der Star der Meißner Weinberge)des Weinhauses Schuh,ein Bio Regent Barrique „Meißner Klausenberg“.Ein guter Tropfen.
Zu Füßen der Weinstöcke habe ich erstmalig in diesem Jahr Pysalispflanzen in Töpfen aufgestellt.

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Blasenkirschen nennt man sie auch,ihr Name kommt von physa für Blase und ein Tee aus der Pflanze hilft auch bei Blasenleiden. Sonst sind die Früchte natürlich köstlich und auch als Trockenblume eine Freude. Sie schmeckenden auch den Schnecken und deswegen stehen zwischen ihnen Lavendeltöpfe, deren Duft keine Schmecke mag. Sieg!!!

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Ganz vorn wächst seit dem Frühjahr des Gärtnergattens Freude, ein Blauregen.

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Glyzienien wird er auch oft genannt.
Diese Pflanze klettert enorm und entwickelt später,auch durch die Verholzung ihrer Zweige, ein großes Gewicht, deshalb brauch sie eine stabile Rankhilfe und, wie ihr wisst, geht dem Gärtnergatten nichts über eine solche aus Edelstahl.

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Hier an der Seite ist sie gut zu sehen und es kann losgerankt werden.
Selbst Harry Potter, mein Buchfreund, verbrachte seine ersten Lebensjahre in einem Haus am Wisteria Walk (Glyzinienweg).
Aber da beginnt schon wieder eine neue Geschichte.
Zum Abschluss schickt der Dahlientopf noch gelbe Grüße.
Auch er hat’s gern warm und steht deshalb im Süden, dort wo auch der Gärtnergatte oft gerne sein möchte.

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29 Gedanken zu „Nach Süden, nach Süden…

  1. Karin

    Ich stelle wieder mal fest, wie groß die Pflanzunterschiede im Norden, Osten,Westen,Süden sind und womit die einzelnen Gartenbesitzer zu kämpfen haben. Sandboden, Wassermangel ließ damals in unserem Garten keine Tomaten, Salat, Hortensien, Dahlien usw. zu, zu gering war die Wassermasse zu Trockenzeiten in den zwar sehr großen Sammelbehältern, die aber bei anhaltender Trockenzeit schnell aufgebraucht waren. In 17m Tiefe war Wasser zu finden, aber das Bohrgerät wäre viel zu kostspielig gewesen, um dort erfolgreich zu sein. Und trotzdem hatte ich ein verschwenderisches Rosen- und Sträucherparadies. Im August sah der Garten aber sehr oft ziemlich verkümmert aus.
    Wenn ich Deine Bilder betrachte, ist alles wunderschön sattgrün, dafür habt Ihr mit anderen Malaisen zu kämpfen; Schnecken z.B. mochten den Sandboden gar nicht.
    Dafür haben wir sie jetzt en masse auf dem Dach im 4.Stock -:))) eingeschleppt durch Blumenerde, es sind aber nicht die ekligen roten, sondern kleine schwarze mit winzigen Häuschen als Babyschnecken, damit sie nicht die Blumenkübel erklimmen, bekommen sie ab und an ein Tellerchen Katzenfutter hingestellt, das sie sehr lieben und nach größeren Regenschauern bese ich sie in den Kompostabfall und entsorge sie über die Biotonne.
    Wie war das mit der Ul und der Nachtigall?
    dachgärtnerische Grüße aus luftiger Höhe -:)))

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Danke für deinen liebevollen Kommentar.
      Wasser gibt es hier genug, es ist nur allgemein zu kühl. Tomaten baue ich deshalb gar nicht mehr an.
      Das du Schnecken mit Katzenfutter versorgt, macht dich automatisch zum Ehrenmitglied im Tierschutzverein.
      😀

      Antwort
    1. arabella50 Autor

      Ja,eine hat’s vorher erwischt und eine 2.ist leicht betroffen, aber gerettet.
      Sie stehen im ersten Jahr, seit Ende Juni und es ist wirklich zu kalt für üppiges Wachsen.Ich bin’s zufrieden.;-)

      Antwort
  2. AnDi

    Und wieder konnten wir etwas von Dir lernen: Schnecken mögen keinen Lavendel! Den Tipp werden wir gleich mal ein zwei Bekannte weitergeben, denn die Zwei kämpfen dieses Jahr mit einer wahren Schneckenplage!

    Liebe Grüße
    AnDi

    Antwort
      1. AnDi

        Echt jetzt? Oregano mögen sie auch nicht?

        Arabella, Du bist die Beste!!!! 🙂 Wir geben gleich beide Tipps weiter und sagen im Namen der beiden Gärtnerinnen „Dankeschön!“.

  3. Houdini

    Schönes Grün auf den Fotos, und Deine Freue an den Pflanzen ist mir eine Freude. Die Trauben erinnern mich an mein vorheriges Leben 🙂

    Antwort
  4. kaetheknobloch

    So hinterlege ich hier meine freundlichste Wochenendgrüße an Sie und Ihre Lieben. Und richten Sie dem Gärtnergatten meine besten Gönnneidendengrüße aus, ein Blauregen, wie wunderschön. herzlichst, Ihre Käthe.

    Antwort
  5. martinakunze

    bella mia, bei euch findet sich alles….Weintrauben…pflückfrisch.
    SACHSEN hat nicht nur ein kleines Weingebiet. SACHSEN hat einen Namen unter Weinkennern.,Wird in jedem guten Weinbuch erwähnt. Einige, die richtig gute Weine herstellen.
    Liebe Arabella,
    und wieso sammeln sich dann ausgerechnet in meinem Topf mit Oregano die Schnecken und hinterlassen Klebespuren?
    Schon zwei Schnecken habe ich auf‘ s Haus geklopft. SO NICHT!, gesagt

    Wärmewand..bei euch möchte ich eine Weinrebe sein.
    🙂
    lg martina

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Schön, wenn du die sächsischen Weine kennst.Der Goldriesling ist einzigartig.
      Meine liebe Martina, könnte es eventuell sein, dass dein Oregano ein Majoran ist.
      Die Pflanzen sind sehr ähnlich, Majoran wird von Schnecken geliebt.
      Hinter der Südwand liegt meine geliebte Badewanne, meine private Südseeinsel sozusagen.

      Antwort
      1. martinakunze

        Ja, mmh, wenn du mich so fragst, ich würde behaupten wollen: Oregano. Vielleicht haben sie sich ja nur verlaufen? Eben, weil sie sich so ähnlich sind. 🙂 hahahah – Majoran, ich esse einen ganzen Sommer lang Majoran und bemerke es nicht?
        Alles ist möglich. Sag ich doch – mir fehlen die Foto-Großaufnahmen. Ich könnte schwören, ich habe damals Oregano gekauft….aber nun, da der kluge Hinweis von dir erfolgt…mmh…
        Schmeckt gut. Ist gesund. Ist genügend da für alle, für die Schnecken und mich.

        Ich finde die Weinwelt überaus spannend. Habe ein paar Seminare besucht. Eine Bekannte bildet Someliers aus. Interessant vor allem in Verbindung mit Speisen, die sich mit den Weinaromen ergänzen.
        Muskat-Traube, Sachsen Goldriesling..würzig-tolle Fruchtnote -spritzig.

        Ich bin Fan von Dessertweinen. Sauternes, kalt temperiert, dazu Käse mit Feigensenf – köstlich! Kleine Flaschen, in denen so viel Handarbeit steckt. Mit jedem Schluck schmeckt man dieses.

        Es gibt den Österreicher Landauer, grandiose Weine. Mein Freund: Muscat Ottonel.Trinkst man einen Früchtekorb. (Passionsfrucht -Muskatfruchtnoten) Wer Trockene – Säurelastige vorzieht, sollte ihn nicht wählen.

        Du hast auch noch eine Südseeinsel hinter der Südwand..Potzblitz..Ich warte auf das Foto vom Orangenbaum am Pool. 🙂
        Das ist was wirklich Feines.Genieße, genieße.

      2. arabella50 Autor

        Majoran und Oregano sind auch in Großaufnahmen schwer zu unterscheiden.
        Es gibt eine leichte Hilfe.
        Wenn die Pflanze den Winter übersteht und die Schnecken fernhält ist es Oregano.
        Alles was erfriert und von den Schnecken verspeist wird, ist Majoran.
        Nun, ich bin nicht der Weinkenner, aber was gut ist, weiß ich schon.;-)
        Es gibt irgendwo schon den Post „Blick aus meiner Badewanne „.
        Liebe Grüße

      3. martinakunze

        Dann ist es Oregano. Hab ich schon das zweite Jahr. Stand draußen und blühte wieder auf.
        Die haben sich bestimmt nur verlaufen. Da fehlte auch nichts, nur Klebespuren sah ich. Und eine träumte am Topfrand.

        Diese hungrigen Schnecken haben mein wiederauflebenden Trompetenbaum, all die jungen Blätter weggefuttert. Ich war so froh, dass er doch überlebt hat. Ein Jahr 60 Trompetenbabies – es trompetete so schön und es duftete in alle Richtungen, dann tot, weil ich nicht hier in Bonn, Winter – ein Jahr stand er jetzt als kahler Ast in einem großen Topf- ich konnte mich nicht überwinden, ihn zu entsorgen. Wie gut, denn in diesem Sommer entdeckte ich neuen Trieb…Ich lachte, lächelte, freute mich so Man soll nur nichts zu schnell aufgeben.Trompetenbäume sind unverwüstlich.Yeah!
        Und jetzt haben mir doch echt die Schnecken die Jungblätter wegschmatzt. Nichts mehr da.
        Ein Eichhörnchen stiebitzt sich meine drei Erdbeeren und legt mir dafür leere halbe Nußschalen in einen anderen Topf. Energieaustausch! Danke, liebes Eichhörnchen.
        Und ein paar Vögel haben eine Wasserstelle entdeckt. Die baden jetzt jeden Morgen bei mir auf der Terrasse. 🙂 Ich höre es plätschern.

        Du reichst gutes Wissen. Sehr gut. Sehr gut. 🙂 Danke.

        Schaue ich mir mal an – deinen Blick aus deiner Badewanne.

        Danke dir, liebe Arabella.

  6. Silberdistel

    Die Trauben sehen ja richtig gut aus. Ich habe hier an einer kleinen und bescheidenen Südwand eine Tafeltraube stehen, die sogar hier im hohen Norden im letzten Jahr sehr leckere Früchte hervorgebracht hat. Ich war ganz stolz auf meine ersten Weintrauben 😉
    Meißner Weine sind was für Kenner. Früher war es immer so, dass man einen kennen musste, der einen kannte, der wusste, wo es Meißner Weine gab 😉
    LG von der Silberdistel

    Antwort
      1. Silberdistel

        Den Gewürztraminer haben wir schon öfter einmal getestet 🙂 Nach dem Goldriesling muss ich mal Ausschau halten. Danke für den Tipp!

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