Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Genauso gern, wie ich Geschenke erhalte, verschenke ich auch.
Eine Einladung, ein Dankeschön, oder auch einfach ein Dank an jemand, den ich gern mag, es findet sich ein Grund um andere gelegentlich außerhalb der Reihe zum Lächeln oder Schmunzeln zu bringen.
Die kleinen Gaben möchte ich gern ab und zu vorstellen,vielleicht machen sie Lust, gleiches zu tun.
Oder ich bekomme neue Ideen von euch.

Dazu passt eines meiner Lieblingsgedichte von Joachim Ringelnatz.

Vom Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt an Meinung, Geschmack und Humor,
so das die eigene Freude zuvor,
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist, ohne List,
sei eingedenk, dass dein Geschenk
du selber bist.

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11 Gedanken zu „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

  1. wolkenbeobachterin

    Ach, hier steht es ja auch noch mal. 🙂 Ich hatte oben schon zum Thema Schenken geschrieben. In dieser Hinsicht scheinen wir ähnlich zu sein, liebe Arabella. Ringelnatz – den mag ich auch bzw. seine Gedichte. „In dir wohnt eine Meinung, Geschmack und Humor“ – das ist schön gesagt. Eine Hommage an das richtige Geschenk sozusagen.

    Antwort
  2. S. Meerbothe

    Oh je! Ich schenke auch so gerne. Viel lieber, als Geschenke zu bekommen.
    Letztes Jahr ist was passiert: Es gibt einen Menschen, den ich sehr mag, weil er das absolute Gegenteil von mir ist. Nun wusste ich schon, er mag Geburtstage (vor allem den eigenen) und Geschenke nicht.
    Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen.
    Ein halbes Jahr lang, habe ich die Sachen für das „unplugged Survival Pack“ zusammen gesucht, weil es ein Sammelgeschenk vom „Fan club“ in unserem Kurs sein sollte.
    Es war wirklich das kreativste Geschenk, dass ich je zusammen gestellt hatte und wirklich mit Herz und Respekt zusammen gestellt.

    Naja, es am irgendwie nicht wirklich so an, wie ich erhofft hatte, wohl auch, weil ich eben wusste, Geschenk sind nicht sein Geschäft.

    Die Erfahrung war so einschneidend, dass ich allein bei der Erinnerung wieder weine.

    Doch trotz der vergossenen Tränen, die soeben auf mein Tablet tropfen, schenke ich immer noch leidenschaftlich gerne.

    Das war auch das einzige Mal, dass ein Geschenk NICHT die berühmte Freundschaft erhielt.
    Schade.

    Herzlichst Silvia

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Da hat er dir sozusagen, die Freude verdorben. Sei nicht traurig, das nächste Mal schenkst du ihm das, was er wahrscheinlich am Liebsten hat.
      Zeit mit ihm.

      Antwort
      1. S. Meerbothe

        Lustiger Gedanke (das mit der Zeit) Es hat eher den Anschein, als versuche er mir möglichst aus dem Weg zu gehen.
        Da mag eine Fehlinterpretation sein, glaube ich aber nicht wirklich.
        Vielleicht schenke ich ihm, daß Vergessen seines Geburtstages, am 31.08.
        Nicht aus Grollen, sondern vielleicht ist das Pflänzchen „Freundschaft“ hier einfach nicht bereit zu blühen.
        Ich kann nicht jeden zum Freund haben. Welch eine Erkenntnis 🙂

      2. arabella50 Autor

        Sein und sein lassen, würde Frau Knobloch sagen.
        Sag ihm einfach, was für Freude du daran hättest und akzeptiere seine Eigenart.

  3. Myriade

    @ Silvia: Schenken ist ja auch nicht immer einfach: man sollte ja dem Beschenkten eine Freude machen und nicht sich selbst. Zwangsbeglückung ist für alle Beteiligten unangenehm.

    Antwort

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