Violett / Lila

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Die Farbbezeichnung lila gibt es erst seit dem Mittelalter.
Die Kreuzzügler brachten das arabische Wort für Flieder – Lilas – mit.
So wurde aus Violett,  dem aus dem Französischen stammenden Wort für Veilchen ( Violette ) , Lila.
Vorher wurde dieser Farbton oft, je nach Region, für Rot oder Blau, je nach Schattierung, ausgegeben.  Daher stammt auch die regional unterschiedliche Benennung ein und desselben Gerichtes, Rotkraut – und oder Blaukraut.
Die Farbe gilt als geheimnisvoll, steht aber auch für Unzufriedenheit.
In der Farbberatung wiederum steht lila für Selbstvertrauen und Individualität.
Es gilt als charmant, beruhigend und melancholisch.  Die Redewendung „Lila,  der letzte Versuch.“ stammt daher.
In der christlichen Kirche ist lila hohen Würdenträgern vorbehalten.
Dort findet es Verwendung in der Advents- und Fastenzeit und stellt Besinnung, Buße, Ein- und Umkehr dar.
Die Feministinen der 1920ziger Jahre nutzten die Farbe lila zur Gleichstellung der Geschlechter.
Rot, die Farbe des Kriegsgottes Mars,  stand lange Zeit als männliche Farbe und wechselte in dieser Zeit die Geschlechter mit Blau.
Das Blau des Marienmantels,  Sinnbild des Weiblichen, wechselte in die Farbe rot.
Dies stellten die Feministinen mit dem Mischen der beiden Farben in Lila dar.
Und auch die Bibel kennt die erste „Feministin“ mit „ähnlich“ klingenden Namen – Lilith. Für mich ist sie nicht der kindermeuchelnde Dämon.
Zu ihr fühle ich mich hingezogen, die Farbe lila oder violett meide ich möglichst.

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20 Gedanken zu „Violett / Lila

  1. Karin

    Guten Morgen, liebe Arabella,
    über die Symbolik, Deutung der Farben gibt es wunderschöne Lektüre: Herr Ärmel hatte ja neulich schon das Blaue Buch erwähnt und ich möchte für alle eventuell Interessierten noch einmal auf den Alexander Theroux zu sprechen kommen, der den Farben Rot, Blau, Gelb, Grün, Orange und Purpur jeweils einen Essay gewidmet hat. Dann wäre noch aus dem Reclam Verlag Das Rätsdel Farbe von Margarete Bruns zu empfehlen.
    Doch bei all diesen Erläuterungen ist das Faible für eine Lieblingsfarbe wahrscheinlich in uns angelegt, warum und wie das so ist, ist für mich oft wirklich ein Rätsel. Ich als ausgesprochene Sonnenanbeterin und fast schon Sonnenverherrlicherin mag kein Gelb und die Zeit der Sonnenblumen oder im Frühjahr der Rapsfelder ist für meine Augen eine Qual.
    Violett mag ich sehr, ich liebe alle Mischfarben.
    Du magst es nicht tragen, dabei würde es wunderschön zu unseren weißen Haaren passen -:)))
    Jetzt bin ich gespannt, welche Farbe Du uns weiter bildlich und wortreich auftischst und wünsche Dir ein sonniges Wochenende mit all Deinen Lieben.

    Karin

    Antwort
  2. melcoupar

    Hach 🙂 . Ich habe beschlossen, ich werde heute einfach weiter hachen. Ist so viel schöner …
    Deine Farbtexte gefallen mir ausgesprochen gut. Ich lerne dabei. Alles Liebe. Melanie

    Antwort
  3. gageier

    Liebe Arabella leider hat sich die Sonne am Samstag versteckt es ist grau in grau es soll ja sonniger werden wollen das mal glauben wünsche dir viele schöne Sonnenstunden mit ganz lieben Grüßen Klaus

    Antwort
  4. liisa

    Sehr interessant und spannend. Das meiste wusste ich bereits, aber dass ursprünglich die Kreuzfahrer das Wort mit zurück in die Heimat brachten, wo es sich dann einbürgerte, das war eine ganz neue Erkenntnis. Vielen Dank dafür!

    Antwort

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