Nichts Weltbewegendes oder Pasta mit Waldchampignons und Putengeschnetzeltem

Sonntag draußen.
Nebel, Niesel,graues Licht.
Sonntag drinnen.
Sanfte Ilumination, leise Radiomusik, der Duft geschmorter Pilze.
Nichts Weltbewegendes eben, sagt der Gärtnergatte und es klingt sehr zufrieden, wie er das sagt.
Mein Lieblingsplatz auf dem Sofa vorm großen Fenster zum Garten ist seit dem späten Vormittag belegt.Das Wetter verlockt zum Faulsein.
Laut lachend verabschiedet sich der Sommer, das verhaltene Schmunzeln des Herbstes ist mir angenehm.

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Ein wenig in Zeitschriften blättern, ein wenig dem Radio lauschen, einer Sonntagsmatinee auf SRW2 empfohlen von Herrn Hund http://hundstrueffel.wordpress.com. Sanfte Stimmen erzählen mir von Pilzen, Oboen und Geigen begleiten meine Ruhe.
Nebenher hüllt der Gärtnergatte mich in Gerüche, die ein gutes Mittagsmahl versprechen.
Er bereitet uns Pasta mit Waldchampignons und Putengeschnetzeltem.

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Von Kindheitserinnerungen geplagt, mögen wir Pilze nicht in schlierigem Zustand mit Zwiebeln und Petersilie( Pardon an alle die dies mögen)und deshalb gibt es sie bei uns, bis auf Ausnahmen, getrocknet. Diese hier werden geteilt und die erste Hälfte mit Butter,Salz und Pfeffer scharf geröstet,

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der andere Teil wird mit Rotwein und Sahne zur Sauce.
Erstaunlich wie wenig Drumherum  gute Zutaten brauchen.

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Das Putengeschnetzelte wird angebraten

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und nun kommt mein Einsatz.
Ich hole den dafür notwendigen Knoblauch.

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Atemlos nach der Anstrengung, schleppe ich mich zum Fensterplatz zurück.
Der Knoblauch kommt an’s Fleisch, natürlich nur ein kleiner Teil davon und jetzt fügen sich auch die angebratenen Pilze ein.

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Die Pasta ist gar, wir mögen Torteloni und gestehen auch ein diese vorgefertigt zu kaufen. In Butter angebraten schmecken sie ganz fabelhaft.

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Der gefüllte Teller wird mir aufgetischt, der Gärtnergatte liebt Parmesan und verteilt ihn großzügig.

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Gut verbinden sich die verschiedenen Zutaten und das Pilz-Rotwein-Sahnesößchen ist wundervoll.
Zufrieden und gesättigt habe ich die Kraft meinen weiteren Tagesablauf zu planen.
Ein Mittagsschlaf,  ein langes Bad, nichts Weltbewegendes eben.
Aber Himmlisches.

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60 Gedanken zu „Nichts Weltbewegendes oder Pasta mit Waldchampignons und Putengeschnetzeltem

      1. magguieme

        Da würd ich dir unter anderem helfen!
        Ah, dieses Bild.
        Wir beide mit hochgelegten Füßen und einem Loblied für den Gärtnergatten auf den Lippen, derweil er …
        Ach 🙂

      2. arabella50 Autor

        Och, er ist gut erzogen..
        Au weija, wenn er das liest. Du meinst wir singen ihm dann ein Loblied.
        Mimimimi. „Der Mörder war nämlich der Butler, der Gärtnergatte ist schuldlos juchheij. ..

      3. magguieme

        Wir singen Loblieder – mit deinem Vorschlag beginnen wir, das Essen werden wir mit Mmhs und genüsslichen Seufzern garnieren, die ihm von ganz alleine ein Lächeln entlocken und – wenn du erlaubst – flirte ich zum Dank noch ein wenig mit ihm. Das hat er sich doch wirklich verdient, oder? 🙂

  1. gageier

    Liebe Arabella super geschrieben und dann noch beim kochen Fotos gemacht toll da bekommt man ja gleich richtigen Hunger sieht ja so lecker aus,bin gegeistert wie viel mühe du dir gemacht hast danke dir das ich da teilhaben durfte sehr lecker eine schöne neue Woche wünsche ich dir mit vielen lieben Grüßen Klaus

    Antwort
  2. martinakunze

    Bin ich froh, du hast den beschwerlichen Job mal wieder mit Bravour geschafft. Knoblauch geholt! tippel.tappel.tippel tappel …schnell zurück in die reale Welt: kiloweise Bücher lesen. Die Uhr im Bad gelassen.Ich weiß die Zeit nicht.
    Der Göttergatte lockt derweil mit himmlischen Gerichten. Nichts Weltbewegendes? Hee.Hee.Wenn du sprichst, wird es hell. 🙂 Wenn ihr kocht, ebenso.

    Deine Fotochronik: Ich habe schon lange nicht mehr derart auf ein Foto mit Pilzen gestaunt.

    Mein Herz ging auf beim Anblick deines Ausblickes. Der Jahrhunderleseplatz.Virgina Woolf, Doris Lessing, Astrid Lindgren, Katherine Mansfield und all die anderen wären entzückt.

    Auch ohne Sonne lebt viel Licht in Eurem Zuhause.

    Antwort
      1. martinakunze

        Hee.Hee. Du Liebe, oh so lieben Dank. Freude. ..
        Du würdest mich eingetaucht in jeder dener kleiner Pflanzen finden, mit der Nase im Holz, tief einatmend. Jener sausenden „Little Lady in Pink“ würde ich hinterflitzen und sie samt Mini-Mini-Rad königlich in die Lüfte heben und mich mit ihr lachend ins Gras fallen und später dann Tempel im Sand bauen. Und die Minze würde ich anlächeln und mich an deinem Apfelbaum in aller Stille anlehnen und deine Leseecke, liebe Arabella, dort könntest du mich ablegen, einfach liegen lassen. Ich würde durch den Tag hindurch mit fröhlichen Augen in die Welt staunen. Voller Demut meine Hand auf deinen Bücher ablegen und vielleicht irgendwann mit einem Stift mein großes Glücksgefühl zu Papier bringen.
        Zwischendurch den schweren Gang des Knoblaucholens …..*lach

        Du schenkst mir Freude. Ich war gerade bei dir.

  3. keinbisschenleise

    Solche Tage braucht es unbedingt auch mal
    und wenn das Wetter sie ja fast vorschreibt, umso gemütlicher 😉

    Mir scheint es fast, ich habe den Duft eures wunderbaren Mahl’s in der Nase *zwinker

    Schöne und sonnige Wochenbeginn-Grüsse

    Uschi

    Antwort
      1. keinbisschenleise

        Alles Paletti,
        beim *Kleinen geht morgen die Schule wieder los und der *Große beginnt mit ’nem Medien-Informatik-Studium in Hof am 1. Oktober.
        Heute ist die Mama mit ihm dort und sie unterschrieben den Mietvertrag für die Studenten WG *froi
        Da werde ich dann auch öfter mal aufschlagen, denn meine alte Heimat ist nur ein paar Kilometer von entfernt 😉 …

        so geht es dahin und sie werden Männer meine Jungs *soifzzzzz

      2. arabella50 Autor

        Schön ist es, dass sie sich so gut machen. Daran hast du großen Anteil und sicher auch große Freude.
        Meine Kleine kann jetzt Oma sagen. Hach!!!:-D

      3. keinbisschenleise

        Ach ja, da erinnere ich mich auch gerne zurück, als das erste Oma über ihre Lippen kam und dann die Freude über alle weiteren Worte.
        Am schönsten waren aber immer die, die nicht so perfekt waren und werden heute noch gerne zu Scherzen benutzt 😉

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