9.November – ein Resümee oder Schmorkraut nach DDR – Rezept

Der 9.November ist ein schicksalsträchtiger Tag in der Geschichte Deutschlands.
Wiederholt.
9.November 1848 – Scheitern der Märzrevolution
9.November 1918 – Novemberrevolution
9.November 1923 –  Hitler-Ludendorf-Putsch
9.November 1938 –  Novemberprogrom
9.November 1989 –  Fall der Berliner Mauer
Das letzte Ereignis habe ich miterlebt, auf der Seite der DDR Bürger.
Die Erinnerung an das Fach Geschichte in meiner Schulzeit hat einen faden Beigeschmack.
Eines der größten Vergehen der DDR Diktatur ist für mich u.a. die Weitergabe völlig verzerrter, ja zum Teil falscher geschichtlicher Inhalte an Schulkinder.
Mich hat es Jahre gekostet meine geschichtliche Orientierung auf einen einigermaßen allgemeingültigen Stand zu bringen.
Den 9. November 1989 habe ich selbst erlebt, dies versetzt mich in die Lage ihn, aus meiner Sicht, zu beurteilen.
Die Hoffnung jenes Tages ist gewichen, auch nach 25 Jahren ist eine wirkliche Einheit nicht zustande gekommen. Dieser Zeitraum ist zu kurz. Mauern werden schneller gebaut als eingerissen. Vor allem die in den Köpfen sitzen fest.
Erinnerung an Gutes bleibt ebenso und so fällt mir ein Gericht ein, welches ich damals wie heute sehr mochte und mag.
Wenn es nicht alles in der DDR zu kaufen gab, eins gab es immer – Weißkraut.
Ursprünglich stammt der Kohl aus dem Mittelmeerraum bzw. von der Atlantikküste und ist ein Abkömmling des dort wachsenden Meerkohles.
Bekannt ist Weißkohl seit der Antike, dort wurden seine Blätter für Wickel genutzt, die gegen Gicht und Rheuma, Schwellungen und Prellungen eingesetzt wurden.
Diese Wickel sind fast vergessen.
Heute ist Wickel +Weißkraut = Kohlroulade.
Ich mag das weiche Hackfleisch in den Kohlrouladen nicht, das gebratene Kraut finde ich köstlich.
Also mache ich gleich gebratenes Weißkraut, Schmorkraut eben.

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Der Vimanin C Gehalt im Kohl liegt mit 46mg/100g hoch.
Weißkraut hat noch eine andere Stärke.
Es besitzt Ascorbigen – eine Vorstufe des Vitamin C – die erst durch garen in Vitamin C umgewandelt wird.
Kurz gekochtes Weißkraut – und die Betonung liegt auf kurz –  hat also einen höheren Vitamin C Gehalt als rohes Kraut.
Neben anderen wertvollen Inhaltsstoffen besitzt es Senfölglykoside,  die antibiotisch wirken, was wieder die antiken Wickel erklärt.
Weißkohl in Form von Sauerkraut hat vielen Seeleuten das Leben gerettet, indem es sie vor der tödlichen Vitamin – C – Mangel Krankheit Skorput schützte.
In der DDR war die Versorgung mit Obst und Gemüse oft ein heikles Thema, Südfrüchte und edle Obst-und Gemüsesorten waren Mangelware.
Ein Grundangebot an Obst und Gemüse war jedoch immer vorhanden, Rot – und Weißkohl gehörten dazu.
In allen Gaststätten gab es als Salatbeilage Rotkraut-und Weißkrautsalate und noch heute habe ich eine Vorliebe dafür.
Bei aller damals herrschenden Mangelwirtschaft möchte ich hier einmal betonen, dass ich verschiedenes, was ich damals lernte auch heute für sehr wichtig und auch richtig halte.
Obst- und Gemüse sollten zu ihrer Saisonzeit verspeist werden. Dann schmecken sie am Besten, sind preiswert und der ökologische Vorteil liegt auf der Hand.
Warum müssen wir aus fernsten Ländern Erdbeeren einfliegen lassen, wenn aus saisonbedingten Gründen bei uns keine vorhanden sind. Es gibt genügend Wintergemüse, die bei uns wachsen und auch süße Winterfruchgenüsse bringen.
Zurück zum Weißkohl,  ihn verarbeite ich heute zu Schmorkraut nach einem DDR -Rezept.
Dazu brauche ich:
1 kleinen Weißkohl
1 große Zwiebel
Schinkenspeck
1 EL pulverisierte Hühnerbrühe (früher tat es ein Brühwürfel)
Salz, Pfeffer, Butter, Öl und wer mag Kümmel
Der Kümmel fehlt bei mir, wir mögen ihn nicht.
Es ist also ein ganz preiswertes und schnell zu bereitendes Gericht, das auch unter der Arbeitswoche eine schnelle, warme und doch frisch hergestellte Mahlzeit ermöglicht , ohne Stunden mit der Vorbereitung zu verbringen.
Alle Frauen in der DDR gingen zur Arbeit, der Hauhalt musste nebenbei organisiert werden.
Eine nützliche Hilfe dabei war der Haushaltstag. Einmal im Monat konnte jede Frau einen bezahlten Tag Freistellung in Anspruch nehmen.
An diesem Tag wurde geputzt und natürlich gekocht und ich komme jetzt wieder zu meinem Schmorkraut zurück.

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Das Kraut schneide ich in kleine, jedoch nicht winzige Stücke.
In einen großer Topf gebe ich etwas Öl und Butter.
Dahinein kommt schichtweise der Kohl und wird angedünstet.
Hier schneide ich immer einen 1/4 Kohl und brate ihn an, während des Anbratens schneide ich das nächste Viertel, bis der ganze Kohl im Topf vor sich hin schmorgelt.
Nun lasse ich ihn vorsichtig bräunen.

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In der Zwischenzeit brate ich in einem kleinen Tiegel den Schinkenspeck und die Zwiebel an.

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Ist die Zwiebel leicht glasig,  gebe ich einen reichlichen Eßlöffel gekörnte Hühnerbrühe hinzu. (Feinschmecker mögen mir bitte vergeben.)
Wenn die Zwiebel leicht geröstet ist, lösche ich das Ganze mit wenig Wasser ab.

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Diese, sich selbst intensiv würzende, Mischung gebe ich nun über den vor sich hinbratenden Kohl, Salz ist dann zusätzlich meist nicht mehr von Nöten.
Gut umrühren, nochmal kurz vor sich hin schmorgeln lassen – fertig.
Das Ganze dauert keine Viertelstunde,  was für die Vitamine wichtig ist, zu langes Kochen würde sie dann doch zerstören.

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Mit einer Scheibe frischem Brot dazu ist ein herbstliches Abendessen fertig.
Als Mittagessen würde ich Kartoffeln und Frikadellen dazu reichen oder auch nur gute Bauernkartoffeln und eine wohlschmeckende Mahlzeit ist bereitet.
Mir schmeckt dieses einfache Essen auch wunderbar ohne alles, ganz allein.

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Dafür gibt es dann meinen geliebten Pudding zum Nachtisch oder ein Stück Guggelhupf, Vitamine hatte ich ja schon im Hauptgang.
Für mich war das ein gelungener Ausflug in die Erinnerung.
Die Vergangenheit in der DDR ist, bei  allem was schlecht war, ein Teil meines Lebens.
Viele menschliche Eigenschaften Einzelner, die am Ende zur friedlichen Revolution geführt haben, fehlen mir in dieser heutigen, oft nur auf Konsum und Ego ausgerichteten, Gesellschaft sehr.
Meine Vergangenheit ist und bleibt Teil meines Lebens, was wäre ich ohne sie.

99 Gedanken zu „9.November – ein Resümee oder Schmorkraut nach DDR – Rezept

    1. arabella50 Autor

      Ich erinnere mich daran, bei uns hieß das Schnatterinchensalat.
      Bei mir in der Nähe gibt es eine kleine Dorfkneipe. Eine Ein -Raum-Gaststätte, es ist zu herrlich dort. Die Speisekarte hat sich in 25 Jahren nicht geändert. Es gibt Rostbrätel, Sülze, Bratkartoffeln, Soljanka und Tatar. Alles mit Rot-und Weißkrautsalat.
      Klasse.

      Antwort
      1. arabella50 Autor

        Bei uns heißt er nur „Fritz“.
        Offiziell“ Sportlokal Mühlbach“, weil eine kleine Kegelbahn angeschlossen ist. Schon immer, gekegelt wurde in der DDR gern. Inzwischen hat er einen kleinen Raum für Familienfeiern angebaut.
        Der eigentliche Gastraum ist noch wie früher mit Stammgästen besetzt, die ihr Feierabendbier trinken und rauchen!!!.
        Zu finden in Mühlbach. Mühlbach ist ein kleines Dorf und Ortsteil von Frankenberg/Sachsen.
        Wir liegen zwischen Chemnitz und Freiberg. Liebe Grüße

      2. Der Emil

        Vielen Dank. Muß ich auf meiner nächsten Fahrt mal einen Abstecher machen. (Nur werden die Preise nicht mehr die von anno Tobak sein, aber das ist es mir trotzdem wert.)

  1. S. Meerbothe

    Mmhh, da läuft mir schon am frühen Morgen das Wasser im Munde zusammen.
    Wie gut, dass es in meiner Nähe einen Gemüsestand gibt, der auch Sonntags geöffnet hat und auch Schinken Speck verkauft.
    Dreimal darfst Du raten, was es bei mir heute zu essen gibt, liebe Blumenfee.

    Ich wünsche Dir einen wunderbaren Sonntag

    Deine Lilifee

    Antwort
      1. arabella50 Autor

        Die „moderne Hausfrau“ eben.
        Nein ehrlich, ich koche auch gern aufwendiger, solche einfache, schnelle Gerichte sind mir in der Woche das Liebste. Hier kann ich auch gleich ein bissel mehr machen und an die Kinder weiter geben, so sind die auch mit „versorgt“ 😉

  2. sweetkoffie

    Ich kanns schon bis hierher riechen und bekomme Appetit.
    Das werde ich gleich morgen mal nachkochen. Wir lieben Kohl in allen Variationen.
    Soljanka habe ich in einer Kneipe bekommen, als ich vor Ewigkeiten das erste Mal in Potsdam war. Es war ein eisiger Januartag und sie hatten nur dieses Essen. Es war so lecker und seitdem mag ich Soljanka sehr.

    Antwort
      1. arabella50 Autor

        Erst jetzt habe ich deine Frage gelesen. Pardon.
        Zwiebeln anschwitzen, am besten in etwas Öl, dann kommt Wurst dazu (was du da hast, Jagdwurst, Salami oder Schinkenreste), die in Streifen geschnitten wird. Tomatenmark dazugeben und anrösten. Mit Fleischbrühe auffüllen. Nun kommt noch etwas Brühe von sauren Gurken und klein geschnittene saure Gurke dazu und etwas Zucker. Salz und Pfeffer ist an der Fleischbrühe. Etwas Ketschup hinein und mein Geheimnis ist Soßenkuchen (der für Sauerbraten) zum Andicken dazu. Das ist aber nicht klassisch ;-), nimmt aber gut das Süß- Saure auf.
        Auf dem Teller dann noch ordentlich saure Sahne in die Mitte.
        Fertig.:-)
        Vielleicht mach ich demnächst mal wieder eine, jetzt wenn’s kalt ist, schmeckt sie am Besten.
        Gute Nacht.

  3. melcoupar

    Ohne den Mauerfall hätte ich einige Menschen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, nicht kennen gelernt … Danke für Deine persönlichen Worte dazu. Einen schönen Sonntag Dir und Deinen Lieben. Herzlichst. Melanie

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      So geht es mir auch.
      Unsere erste Bekanntschaft war ein Richter aus München, der uns als gesamte Familie (mit Kindern) einlud, uns München und Salzburg zeigte. Das alles nur, weil mein Mann damals auch Richter war.
      Die Herzlichkeit dieser Familie ist mir unvergessen.

      Antwort
  4. anudasa

    Da läuft uns ja das Wasser im Munde zusammen 🙂
    Kein Wunder ist (Helmut) Kohl der Kanzler der Einheit 😉
    Und ja, die Kälte unserer Gesellschaft ist manchmal unerträglich.
    Gut dass es auch noch andere Menschen gibt. Hier im Blog zum Beispiel 🙂

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Danke, wenn das die neue Ehefrau von Herrn Kohl hört…weia.
      Recht hast du, ich fühle mich bei den Bloggern auch wohl und euch mag ich sehr.
      Liebe Grüße

      Antwort
  5. Gudrun

    Oh, ich hatte das Schmorkraut fast vergessen. Herzlichen Dank für die Erinnerung und die Anregung, mal wieder Kraut in die Pfanne zu legen.
    Gute Worte hast du gefunden für einen bedeutsamen Tag.
    Gruß von der Gudrun aus Leipzig.

    Antwort
  6. Herr Ärmel

    Guten Morgen Frau Arabella, ich erlaube mir, Ihren grossen Erfahrungssatz „Eines der größten Vergehen der DDR Diktatur ist für mich u.a. die Weitergabe völlig verzerrter, ja zum Teil falscher geschichtlicher Inhalte an Schulkinder. Mich hat es Jahre gekostet meine geschichtliche Orientierung auf einen einigermaßen allgemeingültigen Stand zu bringen“ gesamtdeutsch zu formulieren, für mich als Westsozialisierter gilt er selbstredend länger als 25 Jahre.
    Eines der größten Vergehen der BRD Kultusminister ist für mich u.a. die Weitergabe völlig verzerrter, ja zum Teil falscher geschichtlicher Inhalte an Schulkinder. Mich hat es Jahre gekostet meine geschichtliche Orientierung auf einen einigermaßen allgemeingültigen Stand zu bringen.
    Geschichtsschreibung ist immer politisch und mit dem Geschichtsunterricht wird massiv auf das Denken und die Wertbestimmung zukünftiger Staatsbürger Einfluss genommen.
    Wer die Deutungsmacht der Geschichte hat, bestimmt den Kurs und die Diskurse.

    Zum heutigen Tag will ich der grössten historischen Lügen meiner Lebenszeit gedenken, die nach wie vor munter weitergelogen werden:
    1. Die US-Amerikaner hätten Deutschland von den Nazis befreit und seien deshalb unsere Freunde.
    2. Die Deutschen (West) hätten durch Fleiss und Sparsamkeit ein Wirtschaftswunder geschaffen und Ludwig Erhardt sei der Vater jenes Wirtschaftswunders.
    3. Die CDU wäre zu jeder Zeit für die Wiedervereinigung der beiden Deutschlands eingetreten. (die grösste Enttäuschung, die mir ein Teil der DDR Bevölkerung angetan hat war, die CDU zum Wahlsieger zu machen. Meine Enttäuschung war unsagbar damals)

    Sonntäglichsonnigundtrotzalledemfreudige Grüsse aus dem Bembelland

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Guten Tag, verehrter Herr Ärmel, ich dachte Sie schon verloren.
      Nicht im Großen, nein im Kleinen, nämlich für mich.
      Was wäre mein Blog ohne Ihre Kommentare, die ihn und mich immer auf Kurs halten.
      Zu 1.
      Eben diese Lüge wurde mir im Bezug auf die damalige UdSSR beigebracht.
      Zu 2.
      Die Deutschen (Ost) könnten durch wirtschaftliche Gleichstellung (Volkseigentum) zum teilen der Gleichheit erzogen werden
      Zu 3.
      Wer glaubt zum heutigen Zeitpunkt an die Macht und Ehrlichkeit einer, gleich welcher, existierenden Partei und deren Aussagen?

      Herzlich danke ich für Ihre kluge Meinung.
      Esisteinherrlichertagimnovembergrüße aus Sachsen

      Antwort
      1. Herr Ärmel

        Ooch Frau Arabella, ich gehe Ihnen doch nicht verloren. Angekündigt hatte ich allerdings, dass ich in der nächsten Zeit einwm strafferen Zeitplan folgen muss.
        Insofern gilt ein „Gefällt mir“ wie ein herzlichst gemeinter Kommentar.
        Nachmittäglichnovembergraustilldahinfliessende Grüsse aus dem südlichen Bembelland

      2. arabella50 Autor

        Gut zu wissen.
        Sie fühlen sich hoffentlich wohl.
        Die still vor sich hin fließende Ruhe des Sonntagnachmittag ist im November besonders leise.
        Ein Grund ihn zu mögen.
        Liebe Grüße, Ihre Arabella

  7. nurbanales

    Das Rezept gab es nicht nur im Osten. Meine Mutter hat den Kohl oft so gemacht, wenn das Geld nicht für Hackfleisch reichte um Kohlrouladen zu machen. Ich mag ihn am liebsten als Rohkost. Sohn 4 mag ihn gerne so wie du ihn machst.
    Gestern musste erst wieder ein Kohlkopf vom Einkauf mit nach Hause.
    LG

    Antwort
  8. Lutz

    Weißkohl ist auch nicht so mein Ding. Aber Wirsing um so lieber. Genauso ist es bei Kohlrouladen . Aber dein Gericht sieht lecker aus. Danke fürs Rezept. Dir einen schönen Sonntag. L.G.

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Meine Mutter macht Wirsingrouladen, ich kann mich nicht damit anfreunden.
      Aber zum Glück können wir wählen.
      Liebe Grüße in einen schönen Sonntag für dich.

      Antwort
  9. Toettchen

    Das Schmorkraut gefällt mir. So mag ich es sicher auch.
    Zur Darstellung über Geschichte, könnte und möchte ich eigentlich jetzt viel schreiben. Nur fehlt heute die Zeit. Wahrscheinlich antworte ich dazu mit einem Email.
    LG Gerd

    Antwort
  10. Marion

    Sehr interessant. Sollte ich mal versuchen. Geht ja relativ einfach. Von einem Teil des Kohls könnte ich gleich Wickel für meine wehe Schulter machen, das hab ich nämlich noch nicht probiert, weiß aber, dass sie sehr gut sein sollen.

    Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnte… Meine väterliche Familienseite kommt aus Chemnitz. Ich war nie da. Mein Vater ist mit 17 ausgebüchst, zusammen mit seinen beiden Brüdern. Die Eltern kamen nach, als es schon ziemlich brenzlig war, aber es gelang.

    Von dem Haushaltungstag höre ich zum ersten Mal. Ein ganzer Tag pro Monat. Wessen Haushalt ist so schnell erledigt? Aber gut, besser als nix.

    Dass der zwischenmenschliche Zusammenhalt vor der Öffnung sehr hoch war, begegnet mir in letzter Zeit öfter. Ich kann mir das gut vorstellen. Und auch, wie etwas verloren ging durch die Maueröffnung.

    Es ist schon lange her, als ich im TV einen Bericht darüber sah, dass viele ehemalige DDR-ler nach der Öffnung eine Psychotherapie aufsuchten, weil sie sich in der neuen anderen Welt nicht mehr zurechtfanden.

    Auch das konnte ich gut nachvollziehen. Mir ging es ähnlich, als ich das geschlossene System der Zeugen Jehovas verließ. Ich musste erst mal zu leben lernen.

    Liebe Grüße
    Marion

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Ja, von deinem Vater erzähltes du.
      Zum Haushaltstag, oh der war eine feine Sache, man verrichtete Dinge die mehr Zeit brauchten. Fenster putzen z.B., oder auf die jährliche Kohlen- oder Kartoffellieferung warten. Der meiste Haushalt wurde sowieso nebenbei erledigt. Dieser freie Tag gab uns Frauen auch Zeit für uns. Zum Frisör gehen oder zur Kosmetikerin war eine beliebte Beschäftigung.
      Der Zusammenhalt der Menschen in den Arbeitskollektiven war groß, diese Ellenbogengesellschaft von heute steckte noch in den Anfängen. Da fast jeder auf irgendeine Weise gegen das System war, entstand eine Leidensgemeinschaft.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Hilfe brauchten, die Möglichkeit frei zu entscheiden, hatten wir einfach nicht gelernt.
      Liebe Grüße zu dir.

      Antwort
      1. Marion

        Verstehe. Danke für den Einblick in den Alltag zu der Zeit. Alles gut nachvollziehbar.

        Die Möglichkeit frei zu entscheiden… Das ist der Punkt, den auch jene erst lernen müssen, die in einer Sekte aufgewachsen sind.

        LG, Marion

  11. kowkla123

    nicht nur das, obwohl die DDR ein Unrechtsstaat war, waren die Menschen in der Lage eine friedliche Revolution durchzuführen, das gab es noch nie und Diktaturen sind nie gut, auch wenn die Demokratie auch nicht die beste Lösung ist-Erfahrungen liegen viele dazu vor, schönen Sonntag, Klaus
    (man sollte die Wertung am Besten durch die machen lassen, die es selbst erlebt haben, aber viele, glauben das zu wissen, ohne einmal da gewesen zu sein, sogar heute nicht)

    Antwort
    1. Marion

      Falls du mich ansprichst, in der Tat kann ich es nicht beurteilen, wie das Leben zu jener Zeit in der DDR war. Ich kenne es lediglich aus Erzählungen meiner Familienangehörigen, wie sie es erlebten.

      LG, Marion

      Antwort
      1. Marion

        D.h. ich war wohl schon einmal da. Eine immer wieder gern erzählte Familiengeschichte betraf die Bootsfahrt auf einem Potsdamer See, während der mein Windelinhalt im See landete. Aber dieser Besuch reicht selbstverständlich nicht für eine Beurteilung aus.

  12. Ailis

    Liebe Arabella, Deine Geschichte weckt auch in mir Kindheitserinnerungen, auch wenn ich zum Zeitpunkt des Mauerfalls erst 7 war. Ich erinnere mich noch genau an den kleinen Laden bei uns im Dorf, ich habe immer auf der Fensterbank neben dem Regal mit den Kohlköpfen gewartet, bis meine Mutter mit dem Einkauf fertig war. Aus meiner kindlichen Sicht habe ich damals nie Mangel empfunden, im Gegenteil. So wie Du denke ich, dass die heutige Welt des Konsums, der Globalisierung und der Vereinzelung der Gesellschaft viele negative Auswirkungen auf die Menschen hat.

    Was meinst Du, schmeckt Schmorkraut auch ohne Speck?

    Herzliche Sonntagsgrüße, Ailis

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Das Schmorkraut schmeckt ganz sicher ohne Speck, dann nimmst du eine Zwiebeln mehr und röstest sie an, lässt auch die gekörnte Brühe weg und würzt mit Salz und Pfeffer.
      Mir hat es an materiellen Dingen nicht gemangelt, heute kann man wegen der Preise ebenso nicht alles haben und das braucht man auch nicht.
      Die geistige Eingesperrtheit war schlimm und wurde ab Ende der 70er Jahre immer unerträglicher.
      Freundliche Grüße in einen schönen Sonntagnachmittag.

      Antwort
      1. Ailis

        Der Gedanke, nicht reisen zu können wohin man möchte und denken zu müssen, was andere verlangen, ist sehr bedrückend. Gut, dass dies vorbei ist. Aber auch gut, dass wir uns immer wieder an vergangenes Unrecht erinnern, um die Gegenwart wertzuschätzen.

        Das Kraut probiere ich bald mal, Schnellgerichte sind immer prima, wenn einem ein Zwerg um die Füße herumkriecht ;o)

  13. eleucht

    Unsere Geschichte und unsere Erinnerungen – sind Teil unseres Lebens. Und Weißkraut gehört irgendwie dazu. Unser Obst- und Gemüselager am Bahnhof war voll davon. :-))) Der Geruch entsprechend.
    Ich persönlich wollte und möchte diese Gerichte übrigens ohne Speck. Fällt mir gerade ein, weil über mir die entsprechende Frage gestellt wurde. Mag sein, dass das zu Lasten des Geschmacks geht, aber mit Speck schmeckt’s mir eben nicht.
    LG, Eberhard

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Weißkraut gehört unbedingt dazu.
      In der DDR wurde es mit fettem Speck gemacht, das mag ich überhaupt kein bisschen.
      Mit dem Schinkenspeck schmeckt es mir gut, ihn wegzulassen und dafür etwas mehr Zwiebeln etwas schärfer anzurösten, schmeckt genau so gut.
      Freundliche Grüße zu dir.

      Antwort
  14. keinbisschenleise

    Es rattert grad gewaltig in meinem Kopf liebe Arabella
    und dein Resümee zum Fall der Mauer, spricht mir sehr aus dem Herzen.

    Natürlich habe ich (altersbedingt) alles bewusster als so manch andere erlebt und hätte mein letztes Hemd dafür verwettet, dass es diesen Tag NIE geben wird !!!
    Der Vater, ein Baden Württemberger ( http://www.m-r-n.com/ ) , der sich im Krieg in ein Thüringer Mädel verliebt, dort dann auch wieder strandet und sie heiratet, hat es mir nach dem Mauerbau nicht leicht gemacht.
    Auf der einen Seite gut behütet und der anderen, zum Rebell heran gewachsen.
    Mein größter Traum ging nicht in Erfüllung, nämlich der Berufswunsch und trotzdem habe ich sogar mein Abi in der Abendschule gemacht und dann allen ein Schnippchen geschlagen 😉

    Wer nichts wird, wird Wirt und wem das nicht passt, der bleibt Gast
    und genau damit lag ich richtig.
    Mangelgesellschaft kannte ich nicht, gibt’s du mir, geb ich dir und nun sind wir beim Weißkohl gelandet.

    Was man daraus alles zubereiten kann, würde noch heute so manchen Spitzenkoch zum Staunen bringen !!!

    Lecker-schmecker dein Schmorkraut und meine beiden Enkel lieben es heute noch nach altem DDR Rezept 😉

    Wünsche dir und deinen Lieben noch einen schönen Sonntag
    und grüsse ganz ❤ lich
    Uschi

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Zur Zeit der Wende war ich eine junge Frau mit 2 kleinen Kindern und einem Mann der gerade vom Studium gekommen war und seinen Weg im Beruf suchte.
      Meinen Kindern wollte ich ein freieres Leben ermöglichen, mit mehr Recht auf Selbstbestimmung, nicht immer wissend, was dies alles beinhaltet.
      Meine Heimat verlassen würde ich damals wie heute schweren Herzens, nur aus familiären Gründen würde ich so etwas tun.
      Den Gedanken an ein Abendstudium hatte ich kurzzeitig auch, ein 2. Kind war mir dann wichtiger.
      Einen schönen Sonntagabend wünsche ich dir liebe Uschi.<3

      Antwort
  15. AnDi

    Hallo Arabella,

    ja, wer braucht Erdbeeren an Weihnachten? Kein Mensch!!!! Wir sehen das genau wie Du! Eine Schwester im Geiste…. 😉

    Der Schmorkohl sieht lecker aus! Können uns gut vorstellen, das Gericht mal nachzukochen.

    LG
    AnDi

    Antwort
      1. AnDi

        😀 😀 😀 Nein, aktuell haben wir keinen Kohl auf dem Balkon.

        Wir wollen nächstes Jahr mal Rosenkohl anpflanzen. Das müsste auf jeden Fall hinhauen.

        Bei Weiß- und Rotkohl sind wir uns nicht so sicher ob das klappen würde. Obwohl, in einem schön großen Topf müsste das was werden!

        Liebe Grüße
        AnDi

  16. eckisoap

    ich lache. liebe arabella, nach einem grandiosen saunatag heute gab es zum nachmittagsmahl … rate ! ?
    schnippelkohl 😀 😀 😀 hier mit mettbällchen und auch ohne kümmel! 🙂
    kohlrouladen für faule. wunderbar! lecker.

    ich wünsche dir einen schönen kaminabend.
    ❤ liche grüße

    Antwort
  17. marliesgierls

    Liebe Arabella, dein letzter Satz ist mir ganz wichtig. ich bin ja in West-Berlin aufgewachsen, habe den Mauerbau miterlebt und lange in der geteilten Stadt gelebt. Das hat mich geprägt. Und wir haben auch Weißkohl gegessen, gebräunt. Ich mag ihn heute noch und er schmeckt auch vegan lecker, diesen Herbst war ich noch nicht bei, aber das wird bald nachgeholt. lg Marlies

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Dafür danke ich dir sehr.
      Na klar geht das auch ohne tierische Produkte. Ich bin nur ein „Allesfresser“. Pardon, da ist nichts zu machen,;-)
      Liebe Grüße zu dir in einen schon dunklen Sonntagabend

      Antwort
  18. Karin

    Liebe Arabella,
    ich bin kein Freund solcher Gedenktage, denn damit wird auch übertüncht, daß eben nicht für jeden drüben goldene Zeiten nach dem Mauerfall begannen, vielen wurde urplötzlich auch die Existenzgrundlage entzogen und was blieb ihnen übrig: sich z.B.für vier Tage Vollbeschäftigung zu mitternächtlicher Stunde in den Westen zum Versender per Bus kutschieren zu lassen, weil es bei dem nämlich boomte, dafür bekamen sie einen Tag frei und die Bezahlung war auch entsprechend schlecht und sie waren DIE aus dem Osten….sie waren schon wieder die Verlierer. Ihre gerade gewonnen Freiheit wurde ausgenutzt.
    Meine Verwandtschaft (meine Eltern sind schon 1938 weg aus Thüringen und lebten im Westen)
    ist in einem winzigen Ort in der Nähe von Mühlhausen ansässig: die Eltern Arbeiter in der Textilindustrie, die Töchter durften deswegen studieren: eine wurde Grundschullehrerin, die andere Agraringenieurin, die Männer arbeiteten als Handwerker. Sie lebten in eigenen Häusern und es ging ihnen für DDR-Verhältnisse gut, weil der ortsansässige Bürgermeister auch den HO-Laden leitete und bestens im Organisieren von Bückware war. Es war dieser Zusammenhalt, der dieses kleine Dorf trug (heute nicht mehr).
    Meine Eltern und später auch ich schickten die erlaubten Päckchen mit Blasen und Darm für’s Schwarzschlachten, Nägel, Farbe und all die tausend Dinge,Schokolade, Kaffee, Strümpfe, Seife , die für uns eine Selbstverständlichkeit waren, drüben aber nicht. Dafür durfte damals noch Wurst versandt werden, was aber dann von staatlicher Seite verboten wurde. Natürlich haben meine Eltern bei ihren Besuchen auch immer Devisen geschmuggelt, der Einfallsreichtum die zu verstecken, war enorm.
    Ich habe nicht soviel Kontakt zu meinen Cousinen gehabt, wir blieben uns fremd, weil es auch einer Scheu meinerseits geschuldet, weil wir uns hier das leisten konnten, was uns möglich war und ich mir immer vorkam, als wollte ich protzen.. Wenn ich von unseren Reisen schrieb, wußte ich zugleich, sie konnten zwar für einen Appel und ein Ei an die Ostsee fahren, aber sie waren eingesperrt. Wenn ich erzählen wollte, wie wir unsere Wohnung einrichteten z.B. stand im Hintergrund die Vorstellung, drüben ist alles Pappkram und die schönen alten Möbel aus der Gründerzeit, die drüben noch da waren, wurden weggeschmissen für eben diesen, aber man wollte ja dem Westen nacheifern. Und am peinlichsten für mich warals ich das letzte mal dort war und mir meine Cousinen als Dankeschön für die vielen Pakete 700 Ostmark in die Hand drückten, ich solle mir etwas kaufen, was mir gefällt. Was gefiel mir: Bücher und ich habe das ganze Geld dafür ausgegeben. Wenn sie zu uns in den Westen gekommen wären, soviel Geld hätte ich nicht für sie gehabt. Und dieses Ungleichgewicht, dieses Störgefühl, bei mir eben die Scham, das machte auch das Zusammenwachsen zumindest dieser Generation so schwer. Erst der jüngeren Generation wird ein unbefangenes Miteinander endlich möglich sein.
    Es gab neulich eine Umfrage, ob man diese Zeiten immer wieder zurückerinnern sollte und die Jungen haben eindeutig zum Ausdruck gebracht, daß sie nichts mehr davon hören wollen. Sie fühlen sich endlich als Gesamtdeutsche und nicht mehr als die aus dem Osten oder Westen.
    Und wir hatten neulich in einem anderen Blog das Thema Staatsdiener: da sind viele, egal unter welchem System immer 150%ig.
    Entschuldige, daß ich so viel geschrieben habe, ich reagiere ein bißchen allergisch auf dieses Politiker- und Nachrichtengedöns am heutigen Tag, diese meist nur Worthülselei.

    So, der Koffer ist gepackt für morgen und die „Ostdeutsche Eisenbahn GmbH“
    wird uns von Schwerin nach Klein Hundorf bringen.

    Dir einen schönen Abend am Holz- nicht Kohl(en)Kaminfeuer -:)))
    Karin

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Erst als ich den Schmorkrautartikel fertig hatte, brachte mich ein Dialog mit einem anderen Blogger auf die Idee, etwas aus dem DDRalltag einfließen zu lassen. Das Samstagsfrühstücksthema ging auch in diese Richtung und so ist dieser Post entstanden.
      Es gibt so viele kleine Geschichten.
      Auf unserer Straße war ein klitzekleines Freibad, nicht mehr als ein großer Pool. Für die Kinder ein Fest. Dieses Bad hatten sie für sich allein, Erwachsenen waren die Schwimmbahnen zu kurz. Wir sind nach der offiziellen Schließung geschwommen. Wir sind die Anwohner der Straße gewesen, die sich am Abend im Sommer dort einfanden, um zu reden.
      Wir haben dort Hechtrouladen und Rehgulasch auf Propangaskochern gekocht, die Kinder hatten ihr Neptunfest, das mit großer Freude und Aufwand vorbereitet wurde.
      Herrliche Zeiten für alle Anwohner meiner kleinen Straße.
      Das Bad wurde nach der Wende wegen Unwirtschaftlichkeit zugeschüttet, kein Protest, kein Finanzierungsvorschlag half dagegen.
      Die Anwohner unserer Straße sind an den Abenden in ihren Häusern und schauen(zum größten Teil) fern.
      Überall fehlt es an Geld, die Betriebe in unserem kleinen Städtchen sind bis auf 2 von der Treuhand platt gemacht worden.
      Das Krankenhaus mit seiner Not aufnahme und noch einigen zusätzlichen Arbeitsplätzen wurde im vergangenen Jahr unter fadenscheinigen Vorwänden geschlossen.
      Nein, ich begehe diesen Tag nicht als Feiertag, die Hoffnung in die Jugend bleibt.
      Was wären wir ohne beides?
      Ich grüße herzlich und wünsche viel Freude mit deiner Jugend.:-)

      Antwort
    2. Herr Ärmel

      Vielen Dank, liebe Frau Karin, für Ihre Erfahrungs- und Befindlichkeitsmitteilung.
      Von Klein-Hundorf bei Gadebusch ist nicht weit nach Osten um den Schweriner See rum, liegt das Dorf Mestlin. Eines der ganz seltenen LPG Musterdörfer, die gebaut worden und noch erhalten sind. Angugge lohnt sich.
      Frühabendlichnovemberstille Grüsse aus dem südlichen Bembelland

      Antwort
      1. Herr Ärmel

        Geguggt und gestaunt. Sie besuchen Ihren Enkel?
        Ich wünsche Ihnen eine erwuickliche Reise und eine gesunde Rückkehr.
        Frühabendlichnovemberstille Grüsse aus dem südlichen Bembelland

  19. Karin

    Über diese Antwort habe ich mich jetzt gefreut, weil sie eben auch zeigt, wie die Wirklichkeit damals aussah und wie sie heute aussieht und die ist abseits der Großstädte oft alles andere als rosig.
    Morgen wirst Du auf meinem Blog einen Link finden zum Leben meiner Tochter….
    mach’s gut bis zum Wiederschreiben am Donnerstag

    Karin

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Schickst du mir bitte nochmal den Namen deines Blogs, nach dem neuen WP Update kann ich nicht mehr einfach auf deine Blume klicken, um dich aufzurufen.
      Danke

      Antwort
  20. Silberdistel

    Schmorkraut oder Schmorkohl gehört auch immer noch in meine Küche, auch wenn mir der ewige Kohl manchmal zu DDR-Zeiten schon zu den Ohren rauskam, Kohl und Äpfel, obwohl ich daraus heute die leckersten Gerichte zaubere.
    Zu dem, was wir damals in der Schule im Geschichtsunterricht gelernt haben, kann ich nur sagen, dass es nicht besser und nicht schlechter war, als es heute ist. Herr Ärmel hat mit seinem Kommentar den Nagel auf den Kopf getroffen. Geschichte wird IMMER so zurechtgedreht, wie sie in die jeweilige Gesellschaftsordnung passt. Ich bin nicht davon überzeugt, dass das Geschichtsbild, das man uns heute präsentiert, richtiger ist als das damalige. Ich habe den Wandel in den Bibliotheken mitgemacht, habe selbst vieles gelesen. Ich denke also, dass ich weiß, wovon ich spreche. Simpel gesagt muss man nur das Vorzeichen wechseln und dann hat man das jeweilige Geschichtsbild. Jeder hält eine andere Wahrheit für richtig. Ich denke, die eigentliche Wahrheit steht IMMER nur zwischen den Zeilen.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Dazu gibt es nichts mehr hinzuzufügen, außer, dass ich mich über die rege Diskussion sehr freue.
      Kohl und Äpfel sind etwas das ich sehr mag.
      Liebe Grüße und ich denke mir, Geschichte wird über Wissen vermittelt.
      Was für eine Gesellschaft, die dieses verhindert, egal zu welcher Zeit.

      Antwort
  21. nandalya

    Selbst für meine Eltern, die Deutschland schon seit ihren Schultagen kannten, waren Teilung und Mauerfall ein merkwürdiges Phänomen und nur schwer zu verstehen. 1989 war ich ganze 6 Jahre alt, viel habe ich also nicht mitbekommen. Dafür um so mehr Chinakohl, Japaner lieben das Zeug 😉 Den essen wir heute noch. Und über Deutschland weiß ich eine Menge. Auch über die Mauern, die immer noch in den Köpfen der Menschen sind. Ich reiße sie täglich ein.

    Antwort
  22. merlanne

    Ich war als Schülerin zu Besuch in der DDR und kann mich an Kohlsalat erinnern. Du hast recht, wenn Du schreibst, dass man saisonbedingt essen soll. Das halten wir hier auch so. Ausserdem kann man sich dann im Frühsommer auf die Erdbeeren freuen.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

    Antwort

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