Archiv des Autors: Arabella

Über Arabella

Wunderbar durch Bloggerwelt und über weiter Wiesen Feld, getrocknet Kräuter Duft tut weilen– beschaulich voll mit Kenntniszeilen -Rezepte, Arzenei,Suppentopf, immer weiser Schopf am Kopf– finden viel Geschichten leise, ihren Weg auf wohlbedachter Reise. Ein Garten gar befüllt von Blüten,die wehend zärtlich ein Geheimnis hüten und dieserhalben Trachtens Liebe weben – Einfach Leben

Es hat geschneit oder Frau Holle

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In den Kinder – und Hausmärchen der Gebrüder Grimm schüttelt Frau Holle die Betten aus.
Dadurch schneit es auf der Erde und der Schnee legt sich auf sie und schützt die Pflanzen vorm Erfrieren.

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Frau Holle ist viel mehr als eine Märchengestalt.
Sie hat ein hohes Alter und geht zurück bis auf eine Göttin der Jungsteinzeit.
Verfolgen lässt sich ihre Spur gesichert bis über 1000 Jahre.
Erstmals schriftliche Erwähnung fand diese uralte Gestalt in den Dekreten des Bischofs Burchard von Worms der um 1010 schrieb:“ Die Indizien sprechen jedenfalls stark für die Annahme, dass Frau Holle keine Spukgestalt und kein Vegetationsdämon ist, sondern die regionale Verkörperung einer uralten weiblichen Erdgottheit, wie man sie fast überall auf der Welt unter den verschiedensten Namen verehrt hat.“
Nicht immer ist die christliche Kirche so offen im Umgang mit weiblichen Gottheiten.
Die Jungfrau Maria muss alle abgeschafften Göttinen ersetzen.

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Frau Holle – das kann man in etwa mit „Die Huldvolle“ übersetzen – geht bis auf die germanische Göttin Frigg zurück.
Die Christianisierung brachte den neuen Namen Frau Holle mit sich, den Namen einer heidnischen Göttin zu nennen, zog Strafe nach sich.
Immer wieder bedauere ich, welcher Schatz an Wissen durch das Eingreifen der Kirche verloren gegangen ist.
Oft wird Frau Holle auch mit der germanischen Totengöttin Hel gleich gesetzt.
Im Märchen fallen die Mädchen in einen Brunnen, müssen also erst sterben und durch die Unterwelt wandern, bevor sie in einer neuen Welt – der Anderwelt – erwachen.
Im Fall von Frau Holle liegt diese dann erstaunlicherweise über den Wolken. Ein eindeutiger Hinweis auf die göttliche Herkunft der alten Dame mit den großen Zähnen ?
Zur Anderwelt komme ich später noch einmal zurück.

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Vorerst bleibe ich bei Hel.
Hel ist die nordische Totengöttin, wie schon gesagt, und gleichzeitig der Begriff für die Unterwelt.
Hel kommt vom urgermanischen haljô für die unterirdische Totenwelt.
Im Gotischen:  halja ; im Altenglischen:  hell bezeichnet es immer das Gleiche:
Die Hölle.
Das Wort steht jedoch in Beziehung zum Verb “ verhehlen “ und das bedeutet nichts anderes als verbergen.
Die Hölle ist also wortwörtlich“ Das Verborgene „.
Erst die christlichen Vorstellungen machten die Hölle zum Fegefeuer, Sitz des Teufels und damit des Schreckens ohnegleichen.
Vorher war es ein Ort zum Verbergen bis zum Übergang in’s …~~~.
Frau Holle führt auch zur germanischen Göttin Nehalennia.
Sie wird gedeutet als Göttin der Fruchtbarkeit und der Schifffahrt.
Ihr Name Nehalennia steht mit Nebel in Verbindung.
“ Nebh “ entspricht Nässe, Feuchtigkeit;
“ hel “ steht für verhehlen oder verbergen.
“ Lennia “  nun kann dem gotischen “ linnan “ für verschwinden oder weggehen gleich gesetzt werden.
Nehalennia ist also die im Nebel Verschwindende.
Und so komme ich von Frau Holle zu den Nebeln von Avalon, der sagenumwobenen Insel,  die sich in Nebel hüllend, König Arthur beherbergt.
Er wird von der Herrin Avalons dorthin gebracht, nachdem er tödlich verwundet wurde.
Avalon heißt auch Insula Pomorum – Apfelinsel.
Der Apfel wird mir nur wenig später wieder begegnen.
Und die Herrin der Apfelinsel ist niemand anderes als Morgan le Fey , älteste der neun Schwestern, die Avalon regieren.
Ein Matriarchat. Das Erste? Das Letzte? Das Ewige?
Dazu noch Halbschwester von König Arthus und Mutter seines einzigen Sohnes.
Zurück zu Nehalennia, aber eigentlich war ich ihr ja auch gerade eben sehr nah…
Oft wird sie mit einem Wolf dargestellt und war auch die Göttin der Unterwelt und hier schließt sich der Kreis zu Frau Holle.

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Es gab viele Bräuche Frau Holle zu Ehren und um ihren Beistand zu erlangen.
Im Frau Holle Teich, der in der Nähe des Hoher Meißners in Nordhessen liegt, badeten die Frauen schon vor Jahrhunderten um fruchtbar zu werden.
Die alten Totengöttinen haben fast immer eine zweite, fruchtbare Seite.
Um den Teich wurde getanzt, also Rituale aufgeführt. Goldmünzenfunde dort weisen auf Opfergaben hin.
Ein Lied, dessen Bedeutung heute im Unklaren liegt,  ist noch überliefert.
Es geht so:
“ Miameide – steht auf der Heide – .
Hat ein grünes Röcklein an.
Sitzen drei Jungfern dran.
Die eine schaut nach vorne, die andre in den Wind.
Das Weibsbild an dem Born hat viele, viele Kind.“
Schon wieder ein Born – ein Brunnen, eine Quelle.
Der Brunnen ist im Märchen der Zugang zur Anderwelt.
In den keltischen Mythen existiert diese auf einer Ebene mit der realen Welt.
In ihr leben mythische Personen.
Zugang zu ihr bekommt nur, wer bestimmte Bedingungen erfüllt.
Auch auf dem Weg zu Frau Holle warten Aufgaben, bei denen die Mädchen auf eine Probe gestellt werden.
Eine davon ist das Pflücken reifer Äpfel.
“ Rüttle mich, schüttle mich, meine Äpfel sind allesamt reif. “ ruft der Apfel!baum.
Der sprechende Apfelbaum kann ein Hinweis auf die nordische Göttin Idun sein

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Idun ist die Göttin der Jugend und Unsterblichkeit.
Sie ist die Hüterin der goldenen Äpfel, die von den Göttern gegessen werden, wodurch diese ewige Jugend und Unsterblichkeit erlangen.
Da war doch auch im Garten Eden ein Baum mit den Äpfeln der Erkenntnis, nach deren verbotenen Verzehr das Paradies auf Erden für immer verloren gegangen sein soll, nicht wahr?
Das die christliche Kirche die Schuld der Frau zuschiebt, eigentlich gleich zwei Frauen – Lilith und Eva –  wundert beim inzwischen sich durchgesetzt habenden Patriarchat, dessen Vertreter auch die Kirche ist,  niemanden mehr.
Frau Holle hat noch mehr Eigenschaften.
So soll sie den Menschen die Kunstfertigkeit gebracht haben und sie spinnen und weben gelehrt haben.
Ihr Sitz auf Erden ist der Hollunderbusch – Sitz der guten Geister schlechthin- indem auch Fliedermütterchen in Andersen’s gleichnamigen Märchen sitzt.

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In den Raunächten steigt Frau Holle zur Erdoberfläche um zu sehen, wer von den Erdenbürgern fleissig und wer faul ist.
Der Weihnachtsmann, der nichts anderes tut, hat seine Wurzeln also keinesfalls in einer braunen, süßen, koffeinhaltigen Limonade.
Wie bei der Gold- und der Pechmarie wird bei ihm, je nach Verhalten, der gerechte Lohn bemessen.
Er ist der einzige männliche Unsterbliche heute.
Das Christkind, welches Geschlecht hat es eigentlich, beurteilt nach den gleichen Kriterien.
Der Hahnenschrei im Märchen „Kickericki,  unsere goldene Jungfrau ist wieder hi.“ verweist, genau wie das Gold, mit dem das gute, fleißige Mädchen überschüttet wird, auf die immer wieder aufgehende Sonne.
Nun ist also auch noch die Göttin der Morgenröte – Aurora – mit im Spiel.
Göttinen über Göttinen, so hab ich’s gern.
Sie sind der Ursprung.
Wofür das Pech steht, welches über dem faulen Mädchen ausgegossen wird, überlasse ich für heute euerer Fantasie und euerem Wissen.

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Mein barfuss bei Schnee durch den Garten Rundgang hat mir diese Gedanken gebracht.
Nun muss ich schnell in’s Warme aus einer vom Schnee,  der selbstverständlich aus Frau Holle’s Kissen kam, ganz verzauberten Welt.
Die nicht die Anderwelt aber eine andere,  stillere Welt ist.

Einen Link zu Märchen “ Frau Holle “ findet sich über dem Artikel.

Zeit der Bälle … und ein Duft dazu

Es ist Zeit für eine Ballnacht, denn das so rauschende Feste wie ein Tanzball das Tageslicht scheuen, steht fest.
Die Nacht hat einen ganz besonderen Duft, nur er vermag ihre Verlockungen zu verdeutlichen. 
Die Verführungen der Nacht, das Schimmern der edlen Stoffe im strahlenden Glanz der Kronlüster, das ist es, was die Ballnächte ausmacht.
Luxus und Pracht.
Nicht umsonst waren sie in vergangenen Zeiten – und in einigen Gesellschaftsschichten sind sie es noch – der Heiratsmarkt überlebter Dynastien.
Vor dem 18.Jahrhundert ging man zum Dantz,  zu einem Tanzfest.
Das Wort Ball stammt vom französischen Wort bal ab und ist eine Ableitung des Verbes baller – tanzen.
Dies kommt wiederum vom spätlateinischem ballare – tanzen, hüpfen.
Die Ballsaison liegt zwischen November und Faschingsdienstag.
Ihren Höhepunkt hat sie zwischen Silvester und dem Dreikönigstag am 6. Januar.
Ein Tanzball ist eine gehobene, festlich gestaltete Veranstaltung.
Er verlangt nach entsprechender Kleidung.
Die Kleidung verlangt nach einem entsprechenden Duft.

Hier habe ich einen für euch, vom Meister der Kleider – Karl Lagerfeld – .
Sein Damenduft für 2014 heißt
Karl Lagerfeld for her.
Das ist auch schon alles was schlicht an diesem Duft ist.
Der Meister spricht für sich und braucht kein großes Chi-Chi, er ist es einfach selbst.
Die Nasen hinter ihm sind Christine Nagel und Serge Majoullier.
Sie schufen einen Duft der in die Kategorie blumig – frisch fällt.
Was sind Kategorien für einen Karl Lagerfeld?

Die erste Begegnung mit dem Duft ist sprudelnd.
Anders kann ich die Energie, die mir direkt entgegenspringt nicht bezeichnen.
Kopfüber falle ich hinein, noch eh ich denken kann, bin ich schon drin.
Die gelbe, reife Zitrone der Kopfnote eröffnet mit einem Knall, ist sofort da, sie bleibt energetisch im gesamten Duftverlauf erhalten. Dieses sprudeln überdauert eine lange Ballnacht und nur der leichte Pfirsichduft, ebenfalls in der Kopfnote vorhanden, lässt zarte Pausen zu.
Pudrig mildert er die Frische und macht den Duft von Anfang an sehr elegant, sehr weiblich, sehr verführerisch.
Die Frau als Königin der Nacht.
Mit Rosenblüten am Ballkleid und Magnolienblüten im Haar.
Cremig, süss duftet es bei jeder Bewegung des Kopfes, die Magnolie lockt und verbindet sich mit ihrer leichten Zitrusnote mit der Zitrone der Kopfnote. Neben Magnolie und Rose befindet sich im Herzen dieses glamourösen Duftes Frangipani.
Die einzigartige Schönheit dieser exotischen Blüte ist wahrhaftig das Herz des Duftes und bestimmt seine Wirkung.
Aphrodisierend, die Fantasie beflügelnd strahlt dieser Duft und schöpft seine Kraft doch weiter aus der Zitrone.
Nimmt mich in Beschlag ohne zu erschlagen.
Ich will leben, will erleben, der Duft verführt zum tanzen, Spannungen fallen ab, ich will genießen mit allen Sinnen. Das Leben in all seiner Exotik und Erotik.
Dieser Duft ist wie die Frangipaniblüte selbst, riecht nachts stärker als am Tag, weil er von der Nacht und ihrem Zauber lebt.
Im mittleren Osten ist die zarte, selten schöne Blüte oft Friedhofsschmuck. Riecht es nach ihr, kündigt sich ein Vampir an.
Mit seiner ganzen Schönheit.
Die hölzernen Töne der Basisnote bleiben mir verborgen.
Ich tanze in der Energie der Zitrone und dem Animalischen der Frangipani.
Würzig und nur sehr, sehr leicht holzig bildet Moschus die Basis und beruhigt, lässt den Duft nicht zur schrillen Modequeen werden.
Ambra unterstützt dabei und haftet weich und dauerhaft.
Was ist Ambra eigentlich? Es besteht aus 3 Teilen die korrekt gemischt eine einzigartige Harmonie ergeben.
3 Teelöffel Benzoeharz, 3/4 Teelöffel Ladanharz und 1/2 Teelöffel Vanilie ergeben in ihrer Kombination Ambra.
Das ursprüngliche Ambra aus dem Verdauungstrakt der Pottwale findet in der Parfumindustrie nur noch seltenst Verwendung.
Warm lässt es meinen Duft werden, ohne von seiner Energie und seiner Leuchtkraft abzulenken.
Ein Tropfen von ihm auf meiner Haut beflügelt meine Fantasie,  bringt mich in einen geschmückten Festsaal, ausgeschlagen mit weichem Samt.
Macht mich zur strahlenden, verführerischen Königin der Nacht, ohne das ich mich dabei verstellen muss.
Ich bleibe elegant und edel und bei mir, wie der gelungene Flakon.

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Für viele Tänze.
Aber nicht nur.

Zwischen den Jahren

Die Zeit der Raunächte ist geheimnisumwoben.
Variiernd nach Regionen liegt sie zwischen dem 21.Dezember und dem 5.Januar.
Den 12 Nächten wird magisches nachgesagt.
Jede Nacht steht für einen Monat im neuen Jahr. So wie die Nacht verläuft, verläuft auch der ihr entsprechende Monat.
Der vorherrschenden Dunkelheit wegen gilt die Bezeichnung Raunacht auch für die Tage.
Und dann gibt es in dieser Zeit auch noch besondere Tage, an denen die Möglichkeit besteht, schlecht gelaufenes zu korrigieren.
Das sind der 28.12. und der 5.1.
An diesen Tagen kann durch besonders liebenswürdiges Verhalten noch einmal alles zum Guten gewendet werden.
Sagt man.
Geister sollen spazieren,  versunkene Schlösser und Schätze auftauchen.
Wer’s glaubt…
Vom Ausräuchern der Ställe und Häuser zum Neujahrssegen kommt der Begriff Rauchnacht, der im Lauf der Zeit zur Raunacht wurde.
In dieser Zeit soll die Arbeit ruhen und innerer Einkehr Platz machen.
Das Waschen von großer Wäsche soll vermieden werden. Erlaubt sind nur Kranken- und Babywäsche.
Bis heute wasche ich in dieser Zeit keine Bettwäsche, um kein Unheil über mein Haus zu bringen.
Obwohl mir Aberglauben fremd ist, wobei…meinen Hollunderbusch vorm Haus sehe ich als Sitz der guten Hausgeister.
Die Zeit zwischen den Jahren nutze ich um über das vergangene Jahr nachzudenken.
Ereignisse, schöne und weniger schöne, wollen abgeschlossen werden.
Freunde, die keine waren, zeigten ihr wahres Gesicht,  ich habe gelernt damit umzugehen.
Ich selbst bin nicht fehlerfrei.
Eine völlig neue Welt eröffnete sich mir mit meinem Blog.
Zuerst war er als privates Fotoalbum gedacht, doch ich traf auf so viele kluge, interessierte Menschen…
Jedem der mir hier begegnete, habe ich mindestens ein gutes Erlebnis zu verdanken. Von euch lernend seid ihr mir an’s Herz gewachsen.
Allen gilt mein Dank.
Meine Kinder sind auf dem Weg in eine eigene, gesicherte Zukunft, das beruhigt mich.
Soweit Sicherheit in diesen unruhigen Zeiten überhaupt möglich ist.
Unser Zufluchtsort ist immer unsere Familie und deren fester Zusammenhalt.
In diesen wirtschaftlich und politisch ungewissen Zeiten finden auch andere dahin zurück.
Mit vielerlei familiären und persönlichen Dingen vertreibe ich mir die freien, entspannenden Tage.
Ein Spaziergang mit der Schaukelinhaberin, bei dem die Kleine zufrieden einschläft, ist dabei.
Ihr Glück ist ein einfaches, wie gut tut es, mit ihren Augen zu sehen.
Der Gärtnergatte und ich besuchen eine Theatervorstellung,

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Richard III.stirbt selbst blutig auf dem Schlachtfeld, nachdem er Morde in großer Zahl begangen hat.
Sein letzter Ausruf „Ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd. “ ist zum geflügelten Wort geworden.
Eimerweise, im wahrsten Sinne des Wortes,  floss während der Vorstellung das Blut.
An der Theaterbar spüle ich es ab.

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Ein erlebnisreicher Abend war es auf jeden Fall.
Erstaunlich fand ich, dass die vorherrschende Farbe schwarz war, ich mit meiner Kleidung eingeschlossen. Selbst meine Perlen sind fast schwarz. Trugen wir alle Trauer um den mordenden, ungeliebten König aus Shakespeare’s Drama?
Dagegen leuchtete des Gärtnergatten blutrote Fliege an.
Beeindruckend auch die Heimfahrt.
Es ist noch nicht 23.00 Uhr, die Ampelanlagen sind ausgeschaltet,  die Straßen wie leergefegt.
So sehr mich der anstrengende Straßenverkehr tagsüber nervt…Chemnitzer, wo seid ihr alle?
Wiedereinmal bemerke ich wie wenig Geld den meisten meiner Nächsten für abendliche Unterhaltung zur Verfügung steht.
Oder ist es ein mangelndes Interesse,  zieht der Ramsch- und Schwindelkanal RTL und Co. mehr, einfacher, billiger in den Bann der häuslichen vier Wände?
Es kommen viele, liebe Weihnachtsgrüsse

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und freundliche Bloggergaben, sie lassen die Vorfreude auf Weihnachten wachsen.
Dankeschön an alle die grüßten.
Dankeschön, lieber Anadusa
Dankeschön lieber Herr Hund.
Das Projekt von Herrn Hund und Fräulein Schneefeld ist erfolgreich beendet.
Was mich daran, außer der Erfüllung des Traumes der beiden liebenswerten Menschen, besonders begeistert, ist der Zusammenhalt von Menschen einer Gesinnung.
Einer guten Gesinnung. Und eines Zusammenhaltes, den ich mir über die Grenzen des Netzes hinaus vorstellen kann.
Die Umtriebigkeit der Pegida und des Nazigesindels wirft dunkle Schatten über diese, sonst so friedliche, Zeit.
Dagegen werde ich mich zur Wehr setzten.
Und auch der Tod ist allgegenwärtig.
Nicht nur an unserem Tisch bleiben Plätze leer.
Verabschiedet aus dieser Welt haben sich in diesen Tagen Große.
Udo Jürgens, Joe Cocker hinterlassen Leere, die nicht zu füllen ist.
Auch nicht mit ihren schon gesungenen Liedern.
Zwischen all diesen schmerzvollen und schönen Erinnerungen und Erlebnissen verspeisen wir Köstlichkeiten,

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gibt es liebevolle Geschenke an die und von den Liebsten.

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Ein Lächeln liegt mir beim Gedanken an die Freude daran und darüber auf den Lippen.
Das für unsere Schaukelinhaberin der Weihnachtsmann kommt ist klar, seit Wochen erzählt ihre Mama von ihm und versucht so, die Kleine zum ordentlichen Zähne putzen zu bringen.
Als er dann da ist strahlt die Mama, das Kind sieht die Sache vorsichtiger.

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Der Sohn, der kurzerhand ins Weihnachtsmannkostüm gesteckt wurde, schon immer hat die Schwester den Bruder gern verkleidet, weiß sich zu helfen und sichert sich die Sympathien der geliebten Kleinen durch Bestechung mit ihrer Lieblingsschokolade.
Ho, Ho, Ho.
Inzwischen sind die Küchenschlachten geschlagen.

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Der ursprüngliche Zustand meiner großen Wohnküche ist wieder hergestellt und so gibt es ausgiebige Frühstücke mit dem Gärtnergatten und wir genießen unsere Zweisamkeit.
Es gab zum Geschenk Bilder, die unsere Galerie erweitern. Bald werden sie hängen.
Die Weihnachtstage stehen im Zeichen der Familie und des gegenseitigen Besuchens, aber auch der Ruhe.
Den 1. Feiertag haben wir schlicht und einfach entspannt verbummelt.
Wir treffen uns noch einmal alle am 2. Feiertag zu weiteren Schlemmerein, mit allen Familienmitgliedern die wir noch nicht gesehen haben.
Dabei begleitet mich ein neuer Duft, über den ich bald berichten werde.
Nach so viel guten Tagen sehne ich mich nach gesundem Essen und nach noch mehr Ruhe.
Ein Buch, geschrieben nur für mich,  mit all meinen Liebsten als darin handelnde Personen war unter den Weihnachtsgeschenken und vertreibt mir angenehm die Zeit.

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Vergnügt lümmle ich auf meinem Lieblingsplatz, verputzte knackige Äpfel anstatt Schokolade und schaue durch mein großes Fenster in den Garten und den Vögeln zu.
Ihr Futterhäuschen ist immer von mir für sie befüllt.
Und so kommt es, dass der Hollunderbusch trotz mangelnden Laubes nicht kahl ist. Statt Blätter trägt er zu dieser Jahreszeit ein buntes, gefiedertes, lustig zwitscherndes Gewand aus Meisen, Spatzen, Finken, Rotkehlchen und Kleibern und sieht kein bisschen traurig aus. Meine guten Hausgeister eben.
Eine Amsel wagt sich fast bis an mein Fenster, sie hat die dort liegenden Äpfel entdeckt.
Hinterm Salbei ist sie, habt ihr sie gefunden?

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Inzwischen sind der Salbei und auch der Rosemarin in’s Winterquartier umgezogen, in den letzten Tagen ist der Winter eingezogen.
Am 2. Feiertag, in letzter Weihnachtsminute, hat es geschneit und so bleibt keiner meiner Wünsche unerfüllt.

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Den Silvestertag und die Neujahrsnacht werde ich mit meinem Mann begehen.
Schon seit Jahren feiern wir diesen Tag zu zweit.
Wir werden nur für uns ein gutes Essen genießen,  Musik hören und mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anstoßen.
Vielleicht tanzen wir auch hinein.
Die Kinder erholen sich im Urlaub an der Ostsee oder feiern Party mit Freunden.
Dem Silvesterfeuerwerk sehe ich nur zu. Der Lärm ist sowieso nicht zu überhören, na gut, vielleicht vertreibt er ja die bösen Geister, das ursprüngliche Ziel der Silvesterknallerei.
An dem Verpulvern von Geld nehme ich aktiv nicht mehr teil.
Vielleicht wenn die Schaukelinhaberin später den Großvater bittend anlächelt…wer weiß. Starre Prinzipen sind nicht meins.
Wir beide, mein lieber Gärtnergatte und ich, halten zusammen, auch im neuen Jahr 2015, egal wohin es uns führt.
Das ist die Quelle meiner Kraft.
Ich wünsche einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr.

2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 28.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 10 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Schneeflöckchen, Weißröckchen

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Über das ganze Jahr habe ich mit großem Interesse die klugen Beiträge des geschätzten Herrn Salva Venia’s gelesen.
http://salvaveniaxxl.wordpress.com/
Herr Salva ist noch schneelos.
Die Schneebilder sind ein Dankeschön an ihn und bereiteten hoffentlich auch allen anderen Freude.

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Was passt besser zu Freude als ein Kinderlied?

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Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.

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Komm setz dich an’s Fenster,
du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.

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Schneeflöckchen, Weißröckchen,
deckst die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher in himmlischer Ruh.
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns in’s Tal,
dann bauen wir den Schneemann
und werfen den Ball.

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