Archiv der Kategorie: Lieblingsbücher

Die Heimkehr , Peter Georgas – Frey

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Der um sein „Baby“ sehr besorgte Bloggerfreund Peter Georgas – Frey hat mir, freundlich wie er ist, ein Exemplar seines neuen Buches zukommen lassen.
„Die Heimkehr“
Hocherfreut packte ich das sorgsam verschlossene Buch – immerhin mein erstes, vom Autor an mich gesandtes Probeexemplar – aus.
Ein handliches Format hat sein Werk, war mein erster Gedanke.
Der Einband, ich lese sehr gern utopische Literatur, hätte mich auch in der Bücherei zum in die Hand nehmen verführt.
Zum Inhalt.
Eine phantastische Geschichte, voller geistreicher Ideen, die auf logischen Schlußfolgerungen basierend, den Leser in’s Geschehen eintauchen lässt.
Die gut durchdachte Handlung trägt ein leichtes Alltagskleid und baut, gerade dadurch, Spannung auf.
Mir lässt der Roman Götter wie Menschen (oder eben Alien) erscheinen, ein Thema, das oft in meinem Kopf spazieren geht.
Auch der Verdacht von einer höheren Macht geführt und kontrolliert zu werden, kommt sicher einigen bekannt vor.
Und, ihr werdet mir Recht geben, auf dem Weg zu unserer Heimat sind wir doch alle.
Keine von anderen Planeten geholten Themen werden hier also angegangen.
Einen Satz möchte ich zitieren:
„Liebe und Moral, ich schwöre Ihnen, das ist nicht menschlich, das ist universell.“
Das Buch ist ein mitreißender Lesegenuß.
Danke,  Peter.

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Adam und Eva von Jean Effel

Was macht ein Kind, das noch nicht richtig lesen kann, von Büchern aber magisch angezogen wird.
Es schaut Bilderbücher. Wenn einzelne Tiere langweilig geworden sind,  keiner mag stundenlang auf ein lachendes Pappschaf blicken, mopst  sich das Kind die Bilderbücher der Erwachsenen.
Adam und Eva Teil 1 und 2 von Jean Effel war das Werk, auf welches mein Blick fiel.
Ich konnte die vielen Bilder in allen Details wiedergeben, so oft habe ich sie mir angesehen.Die minimalen Texte las mir meine Mutter bei passender Gelegenheit vor.

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Ein Meisterwerk des bekanntesten französischem Karikaturisten François Lejeune 1908 – 1982 war mir in die Hände gefallen.
Und das in einer Erstausgabe von 1967.
Der Künstlername bezeichnet die beiden Anfangsbuchstaben des wirklichen Namens „Effel“.
Ein kluger, im antifaschistischem Widerstand sich profilierender Mensch, der nach dem 2.Welkrieg u.a. für das „Hamburger Abendblatt tätig war.
Seine heitere Sicht der Dinge brachte mir die großen Liebespaare der Weltgeschichte nahe.
Die Erde ist erschaffen, Adam und Eva existieren.
Wie vertreiben Sie sich die Ewigkeit?
Eben, indem sie sich in jene Liebespaare verkleiden.

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Träumend, selbst so bezaubernd zu werden wie Eva, schaute ich immer wieder ihrer Verwandlung in eine Abendschönheit zu. Ihr Kleid war aus Nachthimmel ,die Perlen -Wassertropfen,
Saturn wurde zum Fingerring und für den Lippenstift gab sich eine Erdbeeren die Ehre.

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Köstlich, wie Adam und Eva sich im Garten Eden, die Früchte direkt in ihre Gläser wachsen lassen, die wiederum  Blütenkelche sind.

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Das der Teufel dabei seine Finger im Spiel hat versteht sich.

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Nicht im christlichen Glauben erzogen, weckte dieses heitere Buch mein Interesse.

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Es ist eine frech – ironische, mit einem Augenzwinkern geschriebene Erzählung der Vertreibung aus dem Paradies.
Und eine sich wiederholende Freude beim Lesen.
Diese Bücher schließe ich immer mit einem heiteren Lächeln im Gesicht.

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„Des Knaben Wunderhorn“ Alte deutsche Lieder. Gesammelt von Achim von Arnim und Clemens Brentano

Seit meinen Kindertagen lese ich in „Des Knaben Wunderhorn“.
Achim von Arnim und Clemens Brentano haben hier eine Sammlung alter Volkslieder zusammen getragen,die ihresgleichen sucht.
Was ist es, das mich an diesen Bänden fasziniert?
Selbst dem Traurigstem der Texte wohnt eine sprachliche Schönheit inne,die mich berührt,sogar beruhigt.
Nichts von den Problemen unserer Zeit ist dort zu finden.
Ich versinke in Liebeleien,Wanderabenteuern und Todesängsten.Hier wird sie ausgesprochen,die Liebe zum Leben,zum Lieben,zum Entdecken.Dem Tod wird durch den Umgang mit ihm der Schrecken entzogen.Er ist ein klappriges Wesen von gewaltiger,übermenschlicher Macht,aber auch übermenschlicher Gerechtigkeit.Zweifend könnte man fragen,gerechter als Gott? Der Tod vergisst keinen. Mancher jedoch,fühlt sich von Gott vergessen.
Gedanken,die mir beim Lesen kommen.
Nach Jahren des Lesens immer noch und immer mehr.Und das sollte –  meiner Meinung nach –  ein gutes Buch tun.
Zum Nachdenken anregen.
Vor mehr als 200 Jahren war die Erstausgabe von „Des Knaben Wunderhorn“. Es wird immer noch gedruckt.

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Erinnerung beim Wein

Es dunkelt auf jenem Berge,
nach Hause wollen wir gehen,
den Wein, den wollen wir trinken,
den wir gewohnte sein.

Ich hört ein Hirschlein rauschen,
wohl rauschen durch den Wald,
ich hör ein feines Lieb klagen,
klagen, es hätte die Ehr verloren.

Hast du deine Ehre verloren,
hab ich die meine noch,
so gegen wir miteinander
und tragen die Kränzelein.

Ein Kränzelein von Rosen,
ein Kränzelein von Klee,
zu Straßburg auf der Brücke,
da liegt ein tiefer Schnee.

Wenn der Schnee tut schmelzen,
so läuft das Wasser in See,
darauf bin ich gesessen
und gefahren bis hierher.

Lieblingsbücher

Wenn ich Muße habe,lese ich.Und dies, seit ich lesen kann.
Die Buchsammelleidenschaft habe ich wohl von meinem verstorbenen Vater geerbt,dessen Bücher den Grundstock meiner eigenen,kleinen Bibliothek bilden.
Neue Bücher kommen hinzu und der Gärtnergatte und ich sind fleißige Ausleiher einer wirklich schönen (im architektonischen Sinne),gut bestückten Bibliothek.
Manche der Bücher haben eine ganz besondere Wirkung auf mich.Diese Bücher möchte ich in unregelmäßigen Folgen mit euch teilen.
Ich wünsche mir,sie berühren euch genauso sehr wie mich.