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Grün

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Das Wort Grün kommt vom  altgermanischen groh und steht für wachsen und gedeihen.
Und so ist Grün die Farbe, die für den Frühling steht. Für das entstehende Leben, die alljährliche Erneuerung der Natur, für den Sieg des Frühlings über den Winter, den Einzug des Lebens und den Triumph über den Tod. Oder einfach gesagt: für die Unsterblichkeit.
Im alten Ägypten war grün positiv besetzt. Die ägyptische Himmelsgöttin und Göttin der Kuh Hathor wurde oft als grüner Baum dargestellt.
Schon in dieser Zeit wurde der grüne Stein Malachit verwendet, um zermahlen, und als Schminke benutzt, die Augen zu betonen.
Malachit ist noch heute ein beliebter Schmuckstein.
Im alten China hat die Farbe noch eine positive Macht. Dort symbolisiert Grün die göttliche Macht der Umwandlung, des Rhytmus der Natur und die übernatürliche Weisheit. Der grüne, chinesische Drache ist ein Glückssymbol.
Noch bis ins frühe Mittelalter galt Grün als positive Farbe und stand für die Minne, der Werbung um die Liebe.
Das aufstrebende Christentum wollte die alten Traditionen brechen und schuf aus den glücklichen grünen Drachen Ungeheuer.
Die grüne Schlange im Paradies wird negativ besetzt und die christlichen Dämonen sind grün.
Die christlichen Sittenhütter des Mittelalters wollten dadurch sexuelle Ausschweifungen verhindern.
Zwar ist das Kreuz auf frühen Darstellungen noch gelegentlich grün gehalten,aber immer mehr wurde die Farbe negativ gewertet.Auch durch die Alchimie.Schließlich wurde Grün gleichgesetzt mit der Farbe des Giftes Gelb. Darauf lässt sich auch der Begriff giftgrün zurückführen.
Auch Unreife drückte die Farbe aus.Dafür steht der Grünschnabel.
Mir ist das Grün der Natur ein Liebstes.
Das erste Ergrünen einer Knospe im zeitigen Frühjahr lässt bei mir immer wieder den Glaube an den Kreislauf der Natur neu erwachen.
Für mich ist Grün die Hoffnung.