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Wintergerichte – Rouladen

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Während ich im Sommer gern auch auf Fleisch verzichten kann, oder mir Gegrilltes schmeckt, finde ich zum Winter gehören Braten mit Soßen.
Herzhaftes Essen, das mit seinem deftigen Geschmack die draußen herrschende Kälte und Dunkelheit  vergessen macht.
Ein Klassiker der deutschen Küche sind Rouladen.
Da ich Rotkraut schon portionsweise eingefroren habe, ist dieses Sonntagsessen auch nicht mehr allzu aufwendig zu bereiten.
Denn das es zu den Rouladen Rotkraut und grüne Klöße gibt steht fest.
Das ist bei uns ungeschriebenes Gesetzt.
Für die Rouladen brauche ich

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geschnittene Fleischscheiben aus der Rinderkeule,
Zwiebeln ,
Schinkenspeck,
Senf,
Salz,
Pfeffer,
getrocknete Pilze,
Butterschmalz.
Die gewaschenen und trockengetupften Fleischscheiben werden mit Senf eingestichen. Hierfür verwende ich einen mittelscharfen Bautzener Senf, den ich nur weiterempfehlen kann. Seine feine Würze ist unerreicht von anderen Senfsorten. Die eingestrichenen Scheiben werden mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit geschnittenen Zwiebelstückchen und Speckwürfeln belegt.

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Womit man die Rouladen noch alles füllen kann…darüber gibt es viele Ansichten. Für mich ist das die wohlschmeckenste Variante.
Die Scheiben werden nun um die Füllung herum zusammengerollt und mit speziellen Rouladennadeln zusammengehalten.
In der Zwischenzeit habe ich das Butterschmalz stark erhitzt und gebe nun die Rouladen hinein.
Es zieht ein Duft durch’s Haus der auch dem schlimmsten Schmuddelwetter eine Spur Gemütlichkeit einhaucht. Hmmm. So roch es bei uns zu Hause an Sonntagen, wenn meine Frau Mutter für uns kochte. Ich fühle mich wohl, wenn ich daran zurück denke.

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Wenn die Rouladen kräftig angebraten sind, wende ich sie und nun kommen die restlichen Zwiebeln und noch ein paar Speckwürfel hinzu. Markknochen können dazu, sie geben der Soße einen guten Geschmack. Da ich sie vergessen habe, muss es diesmal ohne gehen.
Die Zwiebeln werden angeröstet.

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Ist das erfolgt, lösche ich mit reichlich Rotwein ab und fülle mit Rinderfond auf.
Für ein gutes Gelingen der Rouladen braucht man drei Dinge.
Gute Zutaten, Geduld beim Anbraten und viel Flüssigkeit.
Und ein Lied. Momentan singe ich zu gern „Morgen Kinder wird’s was geben…“. Eines meiner liebsten Weihnachtslieder.

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Ganz wie nebenbei geht’s mit dem Kochen weiter. Ich gebe noch eine reichliche handvoll getrocknete Steinpilze dazu.
Dafür verzichte ich auf die Zugabe anderer Kräuter, wie z.B.Thymian.
Die Pilze geben dem Gericht einen intensiven Geschmack und zusätzlich der Soße ein wundervoll dunkle, kräftige Farbe.
Der Duft des Gerichts wird immer verführerischer.

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Da ich die Rouladen im Schnellkochtopf angebraten habe, muss ich nun nur noch den Deckel schließen und das Ganze ca. 40 Minuten schmoren lassen.
Sieht es beim Öffnen des Deckels so aus ist alles in Ordnung.

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Rouladen lassen sich gut vorbereiten und auch das Einfrieren ist ohne das sie an Geschmack verlieren möglich.

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Morgen Kinder wird’s was geben…
Ich bereite die Rouladen meist schon am Samstag zu.
So bleibt am Sonntagmorgen Zeit für gemeinsames Träumen in den Tag hinein.
Wann, wenn nicht jetzt?
Das Weihnachtslied ist unten zu hören.
Wenn ihr mögt, singt mit.