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Wärme

Die Adventssonntage begehen wir möglichst still.
Trubel gibt es sonst das ganze Jahr zur Genüge.
Am Sonntag schlafe ich gerne lang, was meinem Gärtnergatten den Genuß eines ruhigen Morgens verschafft.
Wenn ich die Treppen herunter geschlichen komme, ich bin und bleibe ein Morgenmuffel, brennt im Kamin schon am Morgen ein gemütliches Feuer und es duftet nach Weihnachten und meinem Lieblingstee.

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Für so viel liebevolle Sorgfalt revanchiere ich mich mit einem Mittagsessen, das den Wünschen des Gärtnergatten entspricht.
Er liebt Schnitzel. Deren Zubereitung ist zu Genüge bekannt.
Das Fleisch klopfen, mehlieren und dann in geschlagenem, gewürzten Ei wenden und anschließend in Semmelmehl wälzen.

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In Butterschmalz goldgelb braten.

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Aus dem übrigen Ei, mache ich ein Omelette, welches über das Schnitzel gegeben,  köstlich schmeckt.
Dazu das Ei noch einmal mit der Gabel locker aufschlagen, Pfeffer und Salz sind schon vom panieren der Schnitzel  drin und goldgelb braten.

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Zur Gemüsebeilage gibt es des Gärtnergatten Lieblingsgemüse – Schwarzwurzel.
Die dunklen, schwer zu putzenden Stangen (unbedingt Handschuhe dabei tragen) sind von Oktober bis April im Handel zu erhalten. Ihr nussiger Geschmack macht sie trotz des aufwendigen Schälens zum beliebten Wintergemüse dessen hoher Eisengehalt für Vitalität in der dunklen Jahreszeit sorgt. Ich greife heute auf eine Konserve zurück.
Die Schwarzwurzel ist in den Gläsern natürlich schon geschält und blanchiert.
Ich gebe die Stücke, nachdem ich sie habe gut abtropfen lassen in einen Tiegel mit heißer, schon leicht gebräunter Butter und röste das Gemüse an. Salz und Pfeffer dazu und die Schwarzwurzel weiter braten.

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Wenn sie leicht gebräunt ist, gebe ich den Saft einer 1/2 Zitrone dazu, schwenken und nun kommen ungefähr 2 -3 Eßlöffel Semmelbröseln hinein. Diese nehmen den Geschmack der Zitronenbutter auf und geben ihn an das Wintergemüse weiter.
Kalorien sparen können wir im Sommer wieder. Dem Grau und der Kälte draußen muss mit deftigem Essen zu Leibe gerückt werden.

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Dazu gibt es Salzkartoffeln und gebräunte Butter.

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Schon brennt die 2. Adventskerze.
Wir hören zum Essen leise Weihnachtsmusik und mein Kurrendesänger schaut neugierig auf meinen Teller.

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Ein einfaches, wohlschmeckendes Adventsessen, das in einer knappen Stunde auch noch schnell zubereitet ist, besser kann ein Sonntag im Advent nicht sein.
Meinen Gästen im Garten habe ich schon am Morgen ihre Körnchen aufgefüllt und so flattern und piepsen sie durch den Garten und freuen sich wie wir der Adventszeit.

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Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr sie entdecken.
Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Adventswoche.