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Sommerleckerei – Pflaumenkuchen

Der Sommer steht hoch und beschert uns seine Gaben.
Das macht mir Lust auf Sommerleckereien,  dazu gehört natürlich unbedingt ein Pflaumenkuchen.

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Geht es euch auch so? Allein der farbenfrohe Anblick der reifen Früchte bringt mich zum Strahlen.
Daraus wird ein köstlicher Kuchen werden.
Dafür braucht man:
250 g Mehl
125 g zerlassene Butter
  75 g Zucker
2 Eier
1 EL ungeschlagene Sahne
1/2 Päckchen Weinsteinpulver
(normales Backpulver geht auch, verursacht aber häufig Sodbrennen)
1 Päckchen Vaniliezucker
(Den mache ich einfach selbst.Eine Vanilieschote öffnen,in Zucker legen, durchziehen lassen, fertig.
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Der Zutaten vermischen, mit dem Holzlöffel von Hand gerührt, geht durch die flüssige Butter leicht und ergibt einen idealen Boden.

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Der fertige Teig wird in die Form gegeben,angedrückt und mit der Gabel eingestochen,nicht jedoch ohne vorher davon zu naschen.Hmmm, und auch hier der Duft nach Vanilie, hach. 

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Die entkernten Pflaumen (ein reichliches kg) vermenge ich mit 1/2 Päckchen Vaniliepudding, damit wird der beim Backen austretende Saft gebunden

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und gebe sie ungeordnet auf den Teig.

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Darüber kommen Butterstreusel aus
125 g zimmerwarmer Butter
125 g Mehl und
125 g Zucker.

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Die Angaben von Mehl und Zucker sind variabel.Die Streusel müssen beim Kneten mit der Hand durch die Finger krümmeln, dann sind sie richtig.
Sonst solange Mehl oder Zucker oder beides hinzugeben, bis dem so ist.

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Auch hier muss unbedingt gekostet werden, bevor die Streusel direkt auf die Pflaumen kommen.
Bei 180 Grad Umluft ca. 60 Minuten backen.
Sich während diese Zeit in Backofennähe aufzuhalten, bringt ein Dufterlebnis mit sich, das geeignet ist, schönste Kindheitserinnerungen und -Träume aufleben zu lassen.

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Süß,säußerlich,leicht matschiger Belag mit festem Boden und knuspriger Streuselkruste ist ein Stück noch warmer Pflaumenkuchen, auf dem die kühle Sahne schmilzt , ein Genuß, den so nur der Sommer bietet.

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Sommer’s

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Grün prangt und rankt und wächst es aus allen Ecken und in einer Üppigkeit,die vergessen lassen will; der Sommer ist ein kurzer Gast hier im Erzgebirge.
Doch jetzt treiben und wuchern die Blätter, als wollte der wilde Wein überfließend die Herrschaft über’s Terrassendach verkünden. Sind doch die eigentlichen Herren von Dach und Wein die darauf und darin lebenden Vögel und verkünden dies mit ihrem Gezwitscher eifrig.
Überdacht wird das große,grünende Vogelnest wiederum vom schon  mit roten Blüten besetzten Essigbaum.Die Laubfärbungen der beiden werden sich im nahenden Herbst in rot getauchte Farbduelle liefern.

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Die Hitze – Schatten spendend – vergessen machend,nimmt mich der Apfelbaum auf der alten Bank darunter in die Arme,umschließt mich raschelnd, wispert mir sein „Apfelkuchen“ und „schon bald“ in’s Ohr.Seitlich grüßt mich meine – blütenlose, gleichwohl schöne – schlankgliedrige Iris, sie fragt vertraulich an,ob ich ihre Samenstände
wohl für Blumensträuße haben wolle.Ihr zu Füßen, dennoch  keinesfalls unterwürfig bietet der filigrane Farn denselben Dienst an.
Bei dem alles verbindendem Grün will auch der Goldfelberich nicht aus der Reihe tanzen und hat nur hier und da noch ein gelbes, letztes Blütelein angesteckt.Später,im manchmal schon zu ahnenden Herbst, wird er noch einmal an den Spitzen kleine Sonnenzeichen setzten.
Wie eingebunden in das wachsende, pulsierende Leben des Gartens sitze ich still auf meiner Bank und lausche den Geschichten, die er mir erzählen will.
Silbrig beblättert fügt sich die, an manchen Stellen pink hervorstechen wollende, Kronen – Licht – Nelke ins vereinende Wuchern,auch ihre Farbtupfer versinken im alles übermalenden Grün.
Das mitgenommene Buch bleibt noch eine Weile ungelesen liegen, zu tröstlich ist die sanfte Umarmung, die ich hier finde.
Ich schließe die Augen,gehüllt in Duft und Stille und bin doch glatt eingeschlafen.

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„Weckt sie nicht,bis sie selber sich regt.“ heißt es in einem Lied.Aber das ist eine neue Geschichte.

Wat den Eenem sin Uhl‘,ist dem Annern sin Nachtigall

So sagte Fritz Reuter schon vor 200 Jahren.
Er hat Recht.
Fängt der Gärtnergatte erst bei Temperaturen über 25 Grad an zur Hochform aufzulaufen,beginne ich bei eben dieser Gradzahl darüber nachzudenken,wo der nächste schattige Platz zu finden sein wird.
Unvergesslich für mich ein heißer Sommer mit tagelanger Hitze und Werten von 35 Grad im Schatten.
Während ich,nach Abkühlung sehnend,aus der Dusche nicht mehr heraus kam,stand der Gärtnergatte fröhlich pfeiffend in der prallen Sonne und versah das Garagentor mit einem neuen Anstrich.Wat den Eenem…,aber das sagte ich schon.
Da der Sommer nun in’s Land zieht,suche ich mir höchstvorsorglich schon einige mir Schatten und Behagen spendende Wohlfühlorte.
Gut sitze ich unter der Birke.

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Durch ihr Blätterdach tanzen Sonnenlichter über mich und es säuselt mir sacht in’s Ohr „Komm her zu mir Geselle, hier findest du deine Ruh.“ Nun ist in dem Lied zwar eine Linde besungen,doch auch unter der Birke befinde ich mich im Blattkühlem.
Ein Ort der mir angenehm ist liegt unter’m Rhododendron.Sein Blütenmeer ist vergangen ,dafür schlängeln sich Kratzbeeren um seine Wurzeln.

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Am Fuß der großen Tanne rankt der immergrüne Efeu und langsam beruhigt sich das hitzewallende Blut.

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Ein Blick auf den grünsten aller Farne

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hilft mir endgültig ,mich von der Julihitze zu lösen und ich schlendere zum Apfelbaum weiter.
Schon reifen die Äpfel.

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Dahinter kündigt sich mit erstem,verschlungenem Gebüsch der Wald an.

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Rot bebeerte Sträucher laden die Vögel zum Verweilen ein. Ihr  Gesang jubiliert ob der Überfülle des Sommers und verschönt die schattige Waldfrische inmitten mittäglicher Sonnenhitze.
Völlig entspannt kann ich mir den Gärtnergatten zu plaudernder Geselligkeit unter den Sonnenschirm bitten,er kann sich seinen Stuhl ja in den gleißenden Sonnenschein rücken.

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Gemeinsam – jeder auf seine Weise geniessend – erfreuen wir uns am Sommer im paradiesischem Garten.

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

So klagt es momentan aus allen Ecken.Mich selbst stört das Wetter wenig.( Nur bei großer Hitze verziehe ich mich in die Kühle meines Waschhauses.)Aus diesem Grund bin ich auch derzeit frohen Mutes und habe für alle denen es nicht so geht ein paar Bilder Sommer eingefangen.Sollte das alles immer noch nicht helfen,schlage ich vor,wir führen einen Sommersonnenkommherbeizauber auf.
Doch vorerst die Sommerbilder.
Wenn die Sonne sich verweigert,schaue ich auf das Mammutblatt.

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Da ist er doch der ersehnte goldige Schein.
Und auch die  stolze Lilie hält sich nicht zurück.

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Schön und edel wie sie stahlt , darf sie sich wohl anmaßen, die Wappenblume der Sonne zu sein.
Etwas bescheidener – deshalb sehr geschätzt – auch zum Salat :

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die herrlich gelb leuchtende Kapuzinerkresse.
Und natürlich darf der geliebte Goldfelberich nicht fehlen.

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Die Kamille blüht mit ihm um die Wette.

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Nun verlasse ich den gelbfarbigen Bereich.Sonst wäre die rosa Bodendeckerrose traurig.

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Das hat solch porzellanzarte Schönheit nicht verdient. Daneben wachsen wilde Wicken der Sonne entgegen.

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Wenn es richtig heiß wird,platzen ihre Samenschoten mit lautem Knall und säen sich so selbst aus.
Ein Stückchen weiter blüht und duftet der Lavendel wie es eigentlich nur der Sommer selbst kann.

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Solltet ihr nun genug von sonnig blühenden Pflanzen haben,freut sich der Frauenmantel über Aufmerksamkeit.
Zum Dank hat sich ein Regentropfensilberglitzerkleid übergeworfen.

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Bald schon werden die Sonnenstrahlen es ihm ausziehen.
Sonnigen Zeiten sehen wir entgegen.Dessen bin ich ganz gewiss.