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Advent

…kommt vom lateinischen adventus und bedeutet Ankunft.
Was die Religionen daraus machten, aus der Neuankunft des Lichtes nach dieser Zeit der Dunkelheit,  die Ankunft des Erlösers zu verkünden, sei jedem frei gestellt zu glauben oder nicht.
Advent ist für mich eine Zeit der Besinnlichkeit, des Innehaltens.
Die langen, dunken Abende lassen sich mit lesen und Kaminfeuer erhellen.
Meine Geschenke, die ich am Heilig Abend an meine Liebsten verteilen möchte, habe ich darum schon fertig verpackt im Schrank. An den nun folgenden Einkaufsorgien nehme ich nicht mehr teil.
Statt dessen sitze ich gemütlich mit dem Gärtnergatten am Kamin, trinke Tee und esse Stollen.
Meine Heimat ist das Vorerzgebirge.
Hier wird im Advent drauf los geschmückt was das Zeug hält.
Auch daran nehme ich nur im geringen Umfang, aber mit ganzer Liebe teil.
Unbedingt und in jedem Haushalt vorhanden ist, bevor am Heilig Abend der Weihnachtsbaum einzieht, ein Adventsstrauß.
Ohne geht auch bei mir nicht.
Allein der Geruch von frischem Nadelgehölz, der ihm entströmt, verbreitet Adventsstimmung.
Auf meinem Gartentisch, der auch im Winter auf der Terrasse nutzbar ist, lege ich mir alles bereit.

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Meine große Tanne hat mir Zweige geliefert, das dunkle Grün lockere ich mit dem helleren Grün von Koniferenzweigen auf.
In meinem Adventsstrauß finden sich oft Weihnachtssterne. Da der Strauß vier Wochen halten soll und in der vierten Woche noch so gut wie in der ersten aussehen muss , greife ich auf Kunstblumen zurück.
Diesmal sind die Weihnachtssterne weiß und natürlich aus Sebnitz.
An den Strauß werden verschiedenste Dinge gehangen. Von kleinen Engeln über Strohsterne bis zu Schokoladenglocken ist alles möglich,  ganz wie es gefällt.
Bei mir sind es Glassteine und kleine Weihnachtsbaumkugeln.

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Die Zweige werden unten am Stil von ihren Ästchen befreit (die Ästchen hebe ich auf, daraus wird noch ein weiterer Schmuck) und kommen in eine große Vase.
Das Bild ist leicht verwackelt, es ist kalt heute und ich zittere ein bisschen in der Kälte. Die Luft ist klar und eisig, es riecht nach Schnee, auf den ich mich sehr freue.
In die Zweige hinein stecke ich die Weihnachtssterne

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und nun ziehe ich mit meiner gefüllten Vase nach drinnen um.
Den Behang dekoriere ich an Ort und Stelle, so weiß ich am Besten wie er wirkt.
Nicht vergessen darf ich die Vase mit Wasser zu füllen, in vier Wochen würden die frischen Zweige sonst vertrocknen.

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Mir gefällt mein Strauß auch so gut, aber ein bisschen mehr Chi-Chi darf es an Weihnachten schon sein und darum kommen nun die Diamanten zum Einsatz.

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Natürlich sind sie echt. Aus echtem Glas.
Meine Tochter hat im vergangenen Jahr ihre Geschenke an uns liebevoll mit kleinen Weihnachtskugeln verziert und die hübschen, kleinen Gaskugel habe ich aufgehoben und sie finden ihren Platz am Strauß und schimmern zwischen den Diamanten hervor.

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Ein kleines Glöckchen ist auch dabei, ich bin sicher die Schaukelinhaberin hat ihre Freude daran.
Im ganzen Raum verbreitet sich Tannenduft, ich mache mir eine Kerze in der Laterne an, das Räuchermännel nebelt vor sich hin und in mir breitet sich stille Ruhe aus. Und Freude auf eine besinnliche, heimelige Adventszeit, die ich euch ebenso wünsche.

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