Alltägliches oder Kinder,wie die Zeit vergeht.

Dem Alltäglichen eine Geschichte zu geben,schützt  vor allzu leichtem Vergessen.Schnelllebig ist es geworden,das Leben.
Kaum hat ein Jahr begonnen,vollendet sich schon wieder das 1.Halbjahr.
Kaum sind die Kinder geboren,läuft schon wieder das Enkelchen durch den Garten.
Kaum ward ich erwachsen ,bin ich nun 50 Jahre alt.

Das Mittelalter gliederte die Lebenszeit in 6 Abschnitte:
– das Kleinkindalter , umfasst den Zeitraum von der Geburt bis zum 7. Lebensjahr ( infantia ),
-das Knaben- und Mädchenalter, die Spanne vor der Zeugungsfähigkeit umfassend bis 14 Jahre ( pueritia ),
– das Jünglings- Jungfrauenalter mit der Reife zur Zeugungsfähigkeit bis ca.28 Jahre ( adolescentia ),
– das erblühte Mannes- oder Frauenalter mit der Vollkraft des Lebens bis 50 Jahre ( inventus ),
– das hohe Alter der Senioren bis zum 70. Lebensjahr ( gravitas oder senectus )
– die Greisenzeit bis zum Tod ( senium )
( nach Isidor von Sevilla )

Danach befinde ich mich also am Übergang in einen neuen Lebensabschnitt  und Fruchtbarkeit und Zeugungsfähigkeit treten in den Hintergrund.
Was für einen Freiraum mir das schafft.
Die Zeit der intensiven Kinderbetreuung mit all den durchwachten Nächten und der daraus resultierenden Müdigkeit ist vergangen.Rückblickend eine gute Zeit.
Nun ist Gelegenheit für andere Dinge.
Ruhige Abende mit dem geliebten Partner,gemeinsam erlebten wir Höhen und Tiefen.Wir haben sie gemeistert.Das gibt mir Sicherheit.
Zeit für den Garten,der uns Harmonie und Entspannung schenkt.
Zeit mit dem Enkel geduldigt jedes gewünschte Spiel zu spielen, jedes gewünschte Lied zu singen.
Zeit meine Gedanken aufzuschreiben,um mir des einfachen Glücks –  das ich leben darf  – bewußt zu werden.
Zeit für neue Bücher, neue Lieder,neue Bilder.Oder um die Alten erneut zu lesen,zu singen und zu sehen.
Mein 50.Geburtstag – Zeit  – Dinge gelassen und erwartungsfroh auf mich zukommem zu sehen.
Eine gute Zeit.

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8 Gedanken zu „Alltägliches oder Kinder,wie die Zeit vergeht.

  1. Andrea

    mit dieser schnell–lebigen ZEIT komme selbst ich in keinster EISE me(e)hr hinterher…hab einen guten TAG….HERZlichst ANDREA:))

    Antwort
  2. finbarsgift

    ein ganz wundervoller Weblog-Eintrag, eine herrlich schöne Selbst(rück)besinnung…
    Autoreflektion, fein 🙂
    und…
    HERZLICHEN GLÜCKWUSCH natürlich!!!
    (nun ja nicht zu früh… *lächel* )
    Liebe Grüße
    von mir
    zu dir

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Ach,dein Lob.Du weisst ja wie sehr es mich freut.Dankesehr,auch für die Glückwünsche zur rechten Zeit.:-D
      Hab einen schönen Tag lieber Lu.

      Antwort
  3. Kerstin Reuter, Schwester der Autorin

    Ein sehr nachdenklicher Beitrag. Auch ich habe die Schwelle der 50 (bereits mit 6 Jahren) überschritten und momentan viel Zeit über das (mein) Leben nachzudenken. Ich komme immer wieder zu dem Resultat: Lebe EINFACH (wenn dies nur so EINFACH umzusetzen wäre) und genieße die Zeit – wenn auch anders, als in der Zeit des erblühten Frauenalters, auf welche ich gerne und zufriedenstellend zurück schaue – die so schnelllebig geworden ist.
    Kerstin

    Antwort
    1. arabella50 Autor

      Nicht nachdenklich,eher zum Nachdenken anregend für dich wahrscheinlich.Niemals ist das Einfache einfach zu erreichen.Darin liegt ja die Kunst. Ein schönes Wochenende für dich große Schwester.

      Antwort

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